Brüssel verhängt wegen Schweinepest Exportverbote
- Verbote zunächst bis Ende Juni befristet
- Betroffen: Deutschland, Luxemburg, Frankreich und Spanien

Die EU-Kommission hat Ausfuhrverbote gegen Deutschland, Luxemburg, Frankreich und Spanien wegen der dort grassierenden Schweinepest verhängt. Das ab sofort geltende Verbot gelte für den Export lebender Schweine sowie deren Samen und Embryos, teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit.
In Deutschland gelten die Schutzmaßnahmen jetzt für alle linksrheinischen Teile von Rheinland-Pfalz sowie in verschiedenen Regionen des Saarlandes und erstmals auch für Gemeinden in Nordrhein-Westfalens.
Hintergrund der Ausfuhrsperren sind Ausbrüche der für den Menschen ungefährlichen klassischen Schweinepest im Grenzgebiet zwischen Deutschland, Luxemburg und Frankreich in den vergangenen Wochen und Monaten. Die für diese Region verhängten Verbote sind zunächst bis Ende Juni befristet, können aber nach erneuter Prüfung verlängert werden.
Nach Ansicht der EU-Kommission weitet sich die Seuche weiterhin aus. Es seien immer mehr Wildschwein-Bestände infiziert, hieß es. Trotz der Maßnahmen sei die Schweinepest auch unter Hausschweinen in Eifeler Betrieben wiederholt ausgebrochen, in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr bereits fünf Mal. "Wir brauchen über die Grenzen hinweg einen zusammenhängenden Sperrbezirk", sagte ein Kommissionssprecher.
In Spanien wurden die Exportverbote für mehrere Regionen ebenfalls verlängert. Denn auch dort würden trotz aller Beschränkungen immer wieder Ausbrüche der Tierkrankheit gemeldet.
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