Montag, 13. Mai 2002

Beim NATO-Gipfel: Belgiens Minister brach zusammen!

  • Herzattacke oder Schwächeanfall?
  • Krankenwagen brachte Louis Michel ins Spital

Schock beim NATO-Gipfel in Islands Hauptstadt Reykjavik! Belgiens Außenminister Louis Michel brach plötzlich zusammen. Herzattacke oder Schwächeanfall? Darüber wurde am späten Nachmittag gerätselt. Michel wurde mit einem Notarztwagen vom Tagungsort abtransportiert. Er wollte gerade mit seinen Außenminister-Kollegen fürs traditionelle Gruppenfoto posieren, als er zu Boden stürzte. Michel erhob sich und brach ein zweites Mal zusammen!

Der 54-jährige belgische Vize-Regierungschef kollabierte, als sich die Außenminister zum traditionellen Gruppenfoto aufstellten. Wie die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf Mitglieder der belgischen Delegation berichtete, hatte der Minister über Magenbeschwerden geklagt.

Michel wurde mit einer Sauerstoffmaske in ein Krankenhaus gebracht. Kurz darauf ging es Michel aber bereits "besser", wie ein NATO-Vertreter mitteilte. Sein Schwächeanfall sei möglicherweise auf Erschöpfung zurückzuführen. Ein Sprecher des belgischen Außenministeriums sagte der Nachrichtenagentur AFP in Brüssel, dass Michel ärztlich untersucht worden sei. Seine Reaktionen seien "normal".

Nach Angaben eines belgischen Diplomaten hatte Michel bereits vor Beginn der ersten Arbeitssitzung des zweitägigen Treffens über Unwohlsein geklagt. Wegen seines Zustands habe der Minister erwogen, erst gar nicht zu dem Treffen zu gehen, hieß es. Schon vorher hatte Michel nach Angaben aus NATO-Kreisen erklären lassen, er werde bereits am Dienstagabend abreisen und das Ende des Treffens am Mittwoch nicht mehr abwarten. "Er fühlte sich schrecklich", sagte der belgische Diplomat. "In der Arbeitssitzung war es ihm zu warm, und draußen war es zu kalt für ihn."

Möglicherweise habe ihm auch der Klimawechsel zu Schaffen gemacht: In den vergangenen Tagen hatte Michel den Angaben zufolge einen intensiven Reiseplan. Noch am vergangenen Freitag war er in New York, reiste daraufhin nach Südafrika und Ruanda, bevor er schließlich am Dienstag nach Island kam.

13.5.2002 15:30