Einigung auf Abrüstungsvertrag zw. Russland und USA
- Bush und Putin wollen Ende Mai in Moskau unterzeichnen
Die USA und Russland haben sich auf eine weitere Abrüstung ihrer Atomwaffen geeinigt. US-Präsident George W. Bush kündigte am Montag an, er werde bei seiner Russland-Reise Ende des Monats einen Abrüstungsvertrag unterzeichnen.
Zuvor hatte das russische Außenministerium erklärt, letzte Verhandlungen in Moskau hätten beide Seiten am Montag einander "fundamental näher" gebracht. Laut Bush sei vorgesehen, die atomaren Gefechtsköpfe von derzeit mehr als 6.000 bis zum Jahr 2012 auf je 1.700 bis 2.200 Stück zu reduzieren.
"Dieser Vertrag wird das Erbe des Kalten Krieges zu den Akten legen", sagte Bush. Der Sprecher des US-Präsidialamtes, Ari Fleischer, erläuterte, die Reduzierung der Arsenale werde durch eine Kombination aus Vernichtung und Einlagerung der Gefechtsköpfe vorgenommen werden. Er werde die Einigung, um deren Details beide Staaten seit Monaten gerungen haben, am 24. Mai bei seinem Besuch in Moskau unterzeichnen, sagte Bush.
In Moskau gab unterdessen der russische Staatschef Wladimir Putin bekannt, dass wenige Tage vor dem Gipfeltreffen mit US-Präsident Bush das angestrebte Abkommen zur weitergehenden Abrüstung der nuklearen Arsenale am Montag endgültig abgestimmt worden sei. Laut der Nachrichtenagentur Interfax sagte Putin: "Außenminister Igor Iwanow hat mir soeben mitgeteilt, dass bei den russisch-amerikanischen Verhandlungen in Moskau der Text eines der wichtigsten Dokumente dieses Gipfeltreffens abgestimmt worden ist - das Abkommen zur Reduzierung der strategischen und offensiven Waffen."
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