Kuba führt im Badeort Varadero den Euro ein
- EU ist größter Handelspartner der sozialistischen Karibikinsel
Kuba führt zum 1. Juni im Badeort Varadero (rund 140 Kilometer östlich von Havanna) den Euro als Zahlungsmittel ein. Wie das Tourismusministerium am Montag mitteilte, kann dann in allen Geschäften und Restaurants mit den europäischen Geldscheinen bezahlt werden. Ziel sei es, Kuba für die Europäer noch attraktiver zu machen, sagte Tourismusminister Ibrahim Ferradaz.
Wenn das Experiment positiv verlaufe, werde der Euro auch in anderen Ferienzentren der Insel eingeführt.
Schon bisher müssen Touristen auf Kuba ihre Ausgaben in einer ausländischen Währung, dem US-Dollar, bestreiten. Die Einführung des Euro als Zahlungsmittel hat nicht nur für die europäischen Gäste Vorteile, sondern auch für Kuba selbst. Denn die EU ist der größte Handelspartner der sozialistischen Karibikinsel. Sie wickelt mehr als 40 Prozent ihres Außenhandels mit den EU-Ländern ab, und mehr als 40 Prozent aller Kuba-Touristen kommen aus der EU.
Das Wechselgeld in Münzen gibt es dann in US-Dollar oder so genannten Touristenpesos, die in Kuba einem Dollar entsprechen. Deren Kurs wird jeden Monatsbeginn für einen ganzen Monat festgelegt. Die eigentliche Landeswährung, der kubanische Peso, wird im Tourismusbereich überhaupt nicht verwendet.
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