Vier Top-Sommeliers empfehlen
- Top-Rote unter zehn Euro
·Franz Seidl
Passionierter Weinfreak
·H. Botolen
Herr des Weines im Meinl am Graben
Gute Weine müssen nicht teuer sein. Vier Experten empfehlen exzellente Rotweine, die schon um weniger als zehn Euro zu haben sind. Die Jury: Franz Seidl, Weinfreak und Wirt des Weinwirtshauses Seidl, Hermann Botolen, Sommelier des Restaurants Meinl am Graben, Adi Schmidt, Sommelier des Steirerecks und Harald Pollak, Sommelier des Vestibül.
Spitzenweine kosten für gewöhnlich eine Stange Geld. Wer etwa Château Petrus sein Eigen nennen will, muß für die Flasche mitunter mehr als tausend Euro hinblättern.
Als Weine für alle Tage eignen sich solch horrend teure Tropfen kaum. Während Spitzenkreszenzen, vor allem aus dem Bordelais, immer abenteuerlichere Preise erzielen, ist gleichzeitig auch das Angebot an durchaus leistbaren Qualitätsweinen gestiegen.
Der Grund: Immer mehr Produzenten aus eher unbekannteren Weinbaugebieten drängen auf den Markt, darunter vor allem Weinmacher aus Ländern der sogenannten Neuen Welt. Weine aus Chile etwa gelten inzwischen als echte Preis-Leistungs-Hämmer, spanische Tropfen sind traditionell günstig, aber auch in manchen Regionen Frankreichs und Italiens keltern immer mehr Newcomer Weine mit beachtlicher Qualität zu günstigen Preisen.
Auch in Österreich ist das Angebot an leistbaren Weinen deutlich gestiegen, sieht man von einzelnen Prestigecuvées und zumeist raren Kultweinen ab.
Für FORMAT haben vier Topsommeliers Spitzenweine aus aller Welt ausgesucht, die weniger als zehn Euro kosten.
Herbert Hacker
