Sonntag, 12. Mai 2002

Millionen-Investitionen im Burgenland

  • BEWAG-Ehe mit EnergieAllianz bringt Arbeitsplätze
  • Tierschützer fürchten um den Vogelbestand in neuem Windpark

Die nach langem Tauziehen doch noch zustande gekommene engere Zusammenarbeit der BEWAG mit der EnergieAllianz Austria (EAA) bringt für das Burgenland über die Kooperation im eigentlichen Kerngeschäft hinausgehend Investitionen und Aufträge im Wert von bis zu 110 Mill. Euro. Umweltschützer fürchten allerdings um den Vogelbestand angesichts eines zu erwartenden Windräder-Waldes im Burgenland.

Diese Maßnahmen sind Inhalt eines Kooperationsvertrages zwischen BEWAG, EVN und Wiener Stadtwerken, der am Dienstag in Eisenstadt unterzeichnet worden ist. Die einzelnen Projekte, die von der Kooperation in der Telekommunikation bis zur Errichtung eines neuen Windparks reichen, sollen 30 bis 50 Arbeitsplätze schaffen bzw. sichern.

Für den Landeshauptmann Niessl sind durch diese Kooperation alle Auflagen - günstige Strompreise für die Burgenländer, Erhalt der Eigenständigkeit der BEWAG, kein Personalabbau im Unternehmen und Kooperationsmöglichkeiten zwischen BEWAG, Wiener Stadtwerken und EVN - in einem sehr hohen Maße erfüllt. Er kann sich vorstellen, dass es auch andere Bereiche für eine gut funktionierende Kooperation mit den Nachbar-Bundesländern gibt, z. B. die Abfallwirtschaft oder das Tetra-Funksystem.

Windpark Zurndorf
Die im Kooperationsvertrag festgelegten Projekte reichen von der Beteiligung von EVN und Wiener Stadtwerken an einem Biomasse-Kraftwerk im Wirtschaftspark Heiligenkreuz, dem wechselseitigen Abtausch von Lichtwellenleiter-Faserverbindungen in Wien, Niederösterreich und Burgenland bis hin zur Beteiligung der Wiener Stadtwerke am Windpark Zurndorf und an der Errichtung eines neuen Windparks.

12.5.2002 13:55