Hagelversicherung meldet mehr Schadensfälle
- 10 Prozent der Schadensmeldungen per Internet
- NOch keine Jahresprognose möglich

Die Österreichische Hagelversicherung meldet im laufenden Jahr 2002 bis dato 3.500 Schadensmeldungen und eine Schadenssumme von rund 2 Mill. Euro. Im Vorjahr gab es in den bis Mitte Mai dagegen nur 200 Meldungen und praktisch keine Schäden, erklärte Hagelversicherungs-Vorstandssprecher Kurt Weinberger.
Die deutliche Zunahme der Schadensfälle - die Hagelversicherungs-Sachverständigen mussten heuer bereits 10.000 Feldstücke besichtigen - seien auf vermehrte Schadensmeldungen durch Frost und Überschwemmung im Winter zurückzuführen, während die Saison für die größten Risiken der Hagelversicherung, Hagel und Trockenschäden, erst zur Jahresmitte beginne. Prognosen auf das Gesamtjahr ließen sich auf Basis der vorliegenden Daten daher noch nicht treffen, sagte Weinberger heute zur APA. Im Jahr 2001 fielen in der Hagelversicherung - die auch Schäden durch Überschwemmung, Frost oder Trockenheit abdeckt - Schäden von insgesamt 23 Mill. Euro an.
10 Prozent der Schadensmeldungen kämen mittlerweile online über die vor zwei Jahren eingerichtete Internet-Seite www.hagel.at. "Dieser Wert stellt europaweit einen absoluten Rekord in der gesamten Versicherungswirtschaft dar", erklärte Weinberger. Diese Zahl illustriere die überdurchschnittliche Nutzen der neuen Informationstechnologien im ländlichen Raum. Ab dem Jahr 2006 will die Hagelversicherung mit ihren Kunden weitgehend papierlos kommunizieren.

