Dienstag, 7. Mai 2002

WK: Europafrage Messlatte für F-Regierungsbeteiligung

  • WK-Präsident Leitl in NEWS: Müssen Schmerzgrenze ziehen

"An der Europafrage wird zu messen sein, ob sich die Freiheitlichen für eine weitere Regierungsaufgabe qualifizieren", erklärt Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl im neuen "NEWS" zu jüngsten Meinungsunterschieden zwischen den Koalitionsparteien. "Hier muss die ÖVP ihre Schmerzgrenze ziehen. Wir müssen unser Land in Europa einbinden, und hier kommt auch den Freiheitlichen eine wichtige Aufgabe zu."

Leitl weiter: "Man darf nicht das Bierzelt zum Maß aller Dinge nehmen. Rückfälle in nationale Reflexe sind bedauerlich, weil man damit Freundschaften aufs Spiel setzt. Mit unseren Nachbarn verbindet uns nicht nur Geschichte und Kultur, sondern auch immer mehr die Wirtschaft."

Zu Warnungen seitens der FPÖ, dass ohne Freiheitliche ein Rückfall in die rot-schwarzen Zustände drohe, meinte Leitl: "Dass ein Blauer vor Schwarz-Rot warnt, ist nachvollziehbar. Denen geht es nur um die eigene Existenz."

Was die Steuerreform betrifft, hält sich Leitl an die Aussage von FPÖ-Wirtschaftssprecher Thomas Prinzhorn, wonach die "Senkung der Lohnnebenkosten höchste Priorität" habe. Darauf angesprochen, dass FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler eine Steuerreform lieber sei als die geplante Senkung der Lohnnebenkosten für die Wirtschaft, sagte Leitl: "Der Wirtschaftssprecher versteht mehr von diesen Zusammenhängen als der Klubobmann."

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS!

7.5.2002 13:11