AUA bügelt mit Sommerflugplan Terror-Kürzungen aus
- Ausbau der Marktposition in Osteuropa und Flüge nach Nahost
- Konzentration auf bestehende Destinationen
Im Gefolge der Terroranschläge des 11. September ("9/11") hat die Austrian Airlines Group nun ihr Flugprogramm überarbeitet und setzt dabei neue strategische Schwerpunkte. Neben der Stärkung des Heimatmarktes Österreich soll der Vienna International Airport in seiner Drehscheibenfunktion weiter gestärkt werden.
Der Angebotsumfang im neuen Sommerflugplan reicht fast - bis auf 7 Prozent - wieder an das vorjährige Ausmaß heran. "Wir haben nachhaltig unsere Hausaufgaben gemacht", zeigte sich AUA-Marketing-Vorstand Josef Burger zuversichtlich.
Nach den Ereignissen des 11. September sei es erstmals dazu gekommen, dass die Luftfahrtindustrie auf Grund der eingebrochenen Nachfrage Kapazitäten aus dem Markt genommen habe. Im Falle der AUA-Gruppe seien 17 Prozent der so genannten Sitzkilometer abgebaut worden.
Risiken senken
Bei der Erstellung des Sommerflugplanes 2002 habe man versucht, Markt- und Kostenrisiken so weit wie möglich zu senken. Vor allem bei Langstrecken habe sich die AUA-Gruppe für eine "klare Konzentrationsstrategie" entschieden, bei der bestehende Frequenzen ausgebaut würden. Deutlich stärker angesprochen werden soll künftig auch der "hochwertige Geschäftsverkehr", gab Burger den Weg vor. Zur Risikominimierung sollen zudem Kooperationen mit lokalen Partnern beitragen.
Ziel: Südosteuropa und Nahost
Nach dem Ausbau des Langstrecken-Flugplans werden nun die Verbindungen zwischen Österreich und Südost-Europa sowie dem Nahen Osten aufgestockt. Ab 1. Juni wird die Nonstop-Strecke nach Amman um einen weiteren Flug pro Woche auf drei Flüge ausgebaut. Auch Skopje soll stärker ins Netzwerk eingebunden werden. In Ergänzung zum täglichen Abflug startet ebenfalls ab Juni vier Mal in der Woche ein Abendflug in die mazedonische Hauptstadt. Nach Budapest führt die AUA-Gruppe ab 13. Mai einen neuen Morgenflug ein. Mit dem erweiterten Flugprogramm stehen ab Wien insgesamt 326 wöchentliche Linienabflüge nach Ost-, Südosteuropa und den GUS zur Verfügung.
In Westeuropa sind laut Burger "Frequenzen the name of the game". In diesem Markt habe man sich für den Sommerflugplan das Ziel gesetzt, die Destinationen Zürich, Brüssel, Mailand, Genf und Amsterdam fünf Mal am Tag mit eigenen Maschinen zu bedienen.
Der Heimatmarkt Österreich soll durch eine zeitliche Optimierung der Flüge der Austrian Airlines Group (AUA, Lauda Air, Tyrolean Air und Rheintalflug) in die Bundesländer besser ausgeschöpft werden und für Anschlussverbindungen, vor allem nach Mittel-Ost-Europa, frühest mögliche Ankünfte in Wien bieten.


