Sonntag, 12. Mai 2002

Kirch-Gruppe und deutsche Sender erzielen Einigung

  • ARD und ZDF dürfen WM im digitalen Satelliten-TV ausstrahlen

ARD und ZDF haben sich im Streit um die Ausstrahlung der Fußball-WM im digitalen Satellitenfernsehen mit der Kirch-Gruppe geeinigt. Wie ZDF-Intendant Markus Schächter vergangene Woche in Mainz berichtete, verständigten sich beide Seiten auf eine so genannte technische Lösung. Zusätzliches Geld werde Kirch nicht erhalten.

Schächter sagte, ARD und ZDF hätten Kirch darüber hinaus angeboten, dem insolventen Medienkonzern die Rechte für alle 64 Spiele der Fußball-WM 2006 abzukaufen.

Der ARD-Vorsitzende Fritz Pleitgen sagte, die Fußball-WM werde von ARD und ZDF digital als zusätzliches Programm über den Fernsehsatelliten Astra ausgestrahlt. Um das Programm empfangen zu können, sei lediglich ein einmaliger automatischer Sendesuchlauf notwendig. Zudem müssten die Nutzer das zusätzliche Programm auf ihrer Fernbedienung speichern.

Pleitgen sagte, bei Tests habe sich in den letzten Tagen gezeigt, dass das über Astra ausgestrahlte Programm in Spanien nicht zu empfangen ist. Der spanische Pay-TV-Sender Via Digital hatte von Kirch die digitalen Übertragungsrechte an der Fußball-WM erworben und sah angesichts der Pläne von ARD und ZDF, die Spiele unverschlüsselt über Satellit auszustrahlen, seine Rechte berührt. Die in Deutschland über Satellit ausgestrahlten Programme sind in Spanien frei empfangbar.

12.5.2002 11:13