Freitag, 10. Mai 2002

Johansson will FIFA-Wahlergebnis respektieren

  • Auch die Araber sind für Blatter

Lennart Johansson will das Ergebnis der Präsidentenwahl beim Außerordentlichen Kongress des Internationalen Fußball-Verbandes (FIFA) am kommenden Mittwoch in Seoul auch im Fall der Wiederwahl von Joseph Blatter respektieren. Dies erklärte der schwedische Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nach einer Meldung der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap abei einer Pressekonferenz in Incheon/Südkorea.

Zugleich habe Johansson versichert, dass er nicht versuchen werde, eine Allianz gegen den Schweizer und für dessen einzigen Gegenkandidaten, Issa Hayatou (Kamerun), zu organisieren.

Johansson - ein Blatter-Gegner
Johansson gilt seit seiner Niederlage bei der Präsidentenwahl 1998 auf dem FIFA-Kongress vor der Weltmeisterschaft in Frankreich als einer der größter Gegner von Blatter. Dem FIFA-Präsidenten war von seinem Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen Korruption, Betrug, Vetternwirtschaft, Amtsmissbrauch und finanzielles Missmanagement vorgeworfen worden. Blatter hatte dagegen eine Verleumdungsklage eingereicht.

Araber für Blatter
Der FIFA-Präsident hat nach Berichten auf der offiziellen Webseite des Verbandes unterdessen weitere Unterstützung erhalten. So haben neun arabische und drei mittelamerikanische Verbände erklärt, Blatter wiederwählen zu wollen. Zuvor hatten bereits der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die USA ihre Zustimmung für den umstrittenen Funktionär unterstrichen.

10.5.2002 17:28