Dienstag, 7. Mai 2002

WM 2002 bringt FIFA Rekord-Einnahmen und TV-Quoten

  • FIFA kassiert für TV-Rechte für 2002 und 2006 1,9 Mrd. €

Fußball-Weltmeisterschaften verzeichnen von allen Sport-Übertragungen die höchsten Einschaltquoten. Bei der WM 1998 in Frankreich verzeichneten die TV-Anstalten weltweit eine Einschaltziffer von insgesamt 33,4 Milliarden Menschen. Das bedeutete fast eine Verdreifachung der Zahlen von Mexiko 1986 (13,5 Milliarden). Das Finale zwischen dem Gastgeber und Brasilien verfolgten eine Milliarde Fans vor dem TV-Bildschirm. Rasant angestiegen ist auch die Anzahl der Länder, in denen die WM zu sehen ist. Waren es 1986 noch 166, so stieg die Zahl 1998 auf 196.

Der Fußball-Weltverband FIFA verdient durch den Verkauf der TV-Rechte für die WM 2002 in Südkorea und Japan und 2006 in Deutschland eine Garantiesumme von 1,9 Mrd Euro. Zum Vergleich: Die Weltmeisterschaften 1990, 1994 und 1998 hatte die FIFA für nur 232 Millionen Euro an ein internationales Konsortium von öffentlich-rechtlichen Sendern abgegeben.

Die WM 2002 bringt der FIFA 887 Mio Euro, jene in vier Jahren 1,023 Mrd Euro. Die Rechte besitzt KirchSport. KirchMedia hatte vor der Insolvenz im Einvernehmen mit den Gläubigern und der FIFA die WM-Übertragungsrechte in die KirchSport AG (Sitz in Zug) ausgegliedert, ansonsten wären die Rechte an die FIFA zurückgefallen.

Die Erlöse durch den Wiederverkauf der TV-Rechte muss sich KirchSport mit der FIFA teilen. Die WM-Übertragung ist jedenfalls gesichert, laut FIFA wurden alle Zahlungen pünktlich getätigt, der Aufbau des Broadcasting-Zentrums in Seoul und Tokio schreitet planmäßig voran.

Die Europäische Rundfunk-Union (EBU), der auch ORF, ARD und ZDF angehören und die bereits die Rechte an den Olympischen Spielen bis 2008 und der Fußball-EM 2004 erworben hat, sowie die Agentur Sportfive (Bertelsmann) haben es nun auf die TV-Rechte für die WM 2006 abgesehen. Der EBU geht es um den europäischen Teil, Sportfive ist an den weltweiten Rechten interessiert.

7.5.2002 13:10