"Geisterbahnfahrt" des FC Tirol geht weiter
- Frist für März-Gehälter verstrichen
- 16 Spieler haben das Recht, ihr Dienstverhältnis zu beenden

Österreichs Fußball-Meister FC Tirol steht seit Dienstag mehr denn je vor einer ungewissen Zukunft. Denn nachdem der Vorstand der Innsbrucker eine von den Spielern gesetzte Frist für die Bezahlung der März-Gehälter am 7. Mai verstreichen ließ, hat nun ein Großteil des Kaders theoretisch das Recht, das Dienstverhältnis zu beenden. Auch "Leistungsverweigerung" wäre eine mögliche Reaktion.
Rudolf Novotny, der Geschäftsführer der Vereinigung der Fußballer (VdF), beschreibt die Lage beim finanziell ramponierten Champion so: "Solange diese Spieler ihr Geld nicht haben, fährt der FC Tirol in einer Geisterbahn und weiß nicht, ob nicht schon in der nächsten Ecke der Geist steht." Gemeint sind damit jene rechtlichen Schritte, die sich die Tirol-Spieler nach Verstreichen der Frist vorbehalten können: Leistungsverweigerung, Klage der offenen Summe sowie Austritt aus dem Dienst, wobei die Akteure danach kostenlos frei wären. Auch in letzterem Fall würden die Forderungen auf Ausbezahlung der noch nicht überwiesenen Gehälter aufrecht bleiben.
16 Spieler könnten gehen
16 Spieler haben die Möglichkeit dieser Schritte, lediglich Baur, Gilewicz, Mair, Barisic und Marasek sowie Kogler und Hörtnagl (die beiden haben am Mittwoch ihren Vertrag verlängert) sind davon nicht betroffen. Kurz vor der offiziellen Meisterfeier beschwichtigt Manager Robert Hochstaffl: "Alles Blödsinn. Das Ultimatum wurde um eine Woche verlängert."
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