McLaren-Boss Dennis weist Spionagevorwurf zurück
- Team-Mitglieder machten Aufnahmen im "Parc Ferme"

McLaren-Mercedes scheint jedes Mittel recht, um einen Weg aus der Krise zu finden. So wurden am Samstag nach dem Qualifying für den Formel-1-Grand-Prix von Österreich zwei Mitglieder des britisch-deutschen Rennstalls dabei ertappt, wie sie im "Parc Ferme" die Frontpartie des Williams-BMW-Boliden fotografierten. McLaren-Boss Ron Dennis wehrte aber alle Vorwürfe, die in Richtung Spionage abzielten, ab.
"Hatten die Beiden eine Teamuniform an?", meinte der Brite mit einem Grinser. Und da Fernsehbilder bewiesen, dass das Duo in offizieller Montur die Fotos knipste, erklärte Dennis weiter: "In diesem Aufzug können sie ja schwer spioniert haben. Nur wenn man so etwas ohne Uniform macht, ist man ein Spion! Doch wenn man eine anhat, dann ist das ein Zeichen von Intelligenz. Wir machen ja nichts, was nicht auch alle anderen machen. Aber wir geben es wenigstens offen zu."
Die Offenheit des Rennstalls wurde aber bereits am Sonntag wieder ad absurdum geführt, denn bei McLaren hat trotz der momentanen Krise weiter Geheimhaltung oberste Priorität. So war nur in der Box des englisch-schwäbischen Teams beim traditionellen "Pit Walk" alles verdeckt.
In Österreich waren die Autos bei den offiziellen Inspektionen des Internationalen Automobilverbandes (FIA) im "Parc Ferme" erstmals nicht mehr abgedeckt, um das Prozedere zu beschleunigen. "Und das ist einfach eine Gelegenheit, die wir uns nicht entgehen lassen können", betonte Dennis.
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