Bleiben die Bildschirme in Deutschland schwarz?
- WM-Übertragungen in ARD und ZDF gefährdet

Die geplante Übertragung von maximal 25 der 64 Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft in ARD und ZDF ist einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe) zu Folge durch die Insolvenz des Vertragspartners KirchMedia gefährdet. Darauf machte die neue Geschäftsführung des Konzerns die Anstalten kurz vor Beginn des Turniers in Japan und Südkorea aufmerksam.
Wenn das Insolvenzverfahren wie geplant am 1. Juni per Gerichtsbeschluss eröffnet werde, könnten die Übertragungsrechte an die KirchMedia zurückfallen, teilte deren neuer Chef Hans-Joachim Ziems Vertretern von ARD und ZDF kürzlich bei einem Treffen in München mit.
Die bereits erfolgte Anzahlung in Höhe 60 Millionen Euro würde dann nicht zurück erstattet. ARD und ZDF zählten dann vielmehr zu den vielen Gläubigern des hoch verschuldeten Konzerns, der im Auftrag des Welt-Fußballverbandes (FIFA) die WM-Fernsehrechte vermarktet.
