Handball: Zweiter Meistertitel für HC Bregenz
- 36:34 im Krimi gegen HC Linz
Der HC Bregenz verteidigte am Freitag den Titel in der Handball Liga Austria. Die Vorarlberger gewannen nach dem ersten Match (zu Hause 28:23) der "best of three"-Finalserie auch die zweite Partie am Freitag auswärts gegen HC Linz mit 36:34 (14:14; 29:29) nach Verlängerung und sicherten sich damit den zweiten Meistertitel in der Vereinsgeschichte.
Das zweite Finalspiel in Linz verlief ausgeglichen und entwickelte sich zu einem echten Handball-Kimi. Zehn Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit gingen die Gäste mit 29:28 in Führung und sahen schon wie der neue alte Handball-Meister aus. Doch nach einem Foul hieß es drei Sekunden vor dem Schlusspfiff Siebenmeter für die Hausherren. Klaus Stachelberger traf und erzwang mit dem 29:29-Gleichstand eine Verlängerung von zwei Mal fünf Minuten.
Dort konnten die Linzer anfangs das Match zwar noch offen halten, doch setzten sich im Finish auch dank einer hervorragenden Leistung ihres Torhüters Arunas Vaskevicius die Vorarlberger durch und brachten ein 36:34 ins Trockene.
Bregenz-Trainer Roland Frühstück: "Ein großartiges Finale, das bringt Österreich im Handballsport weiter!" Und Matthias Günther gab zu: "Ich habe schon in der 59. Minute gedacht, wir haben es geschafft. Aber da wir immer an den Erfolg geglaubt haben, war ich mir sicher, das wir es in der Nachspielzeit machen werden. Unser Erfolgsgeheimnis heute war das konsequente Verwerten der Chancen."
Auf der Verliererseite staunte man über die körperliche Stärke des Gegners: "Wir waren verblüfft wie sie unser Tempo mitgehen konnten, denn damit haben wir ja diese Saison dominiert", meinte Linz-Klub-Manager Manfred Kreuzer. "Aber wir sind mit dieser Saison dennoch zufrieden, und sie ist ja noch nicht vorbei, wir sind ja noch im Cup-Finalturnier mit dabei."
