Donnerstag, 9. Mai 2002

Krawalle in Rotterdam nach UEFA-Cup-Endspiel

  • 91 Personen wegen kleinerer Delikte festgenommen

Im niederländischen Rotterdam ist es in der Nacht zum Donnerstag nach dem Endspiel um den UEFA-Pokal zu Zusammenstößen zwischen randalierenden niederländischen Jugendlichen und der Polizei gekommen. Augenzeugen berichteten, Polizisten mit Hunden und zu Pferde hätten jugendliche Angreifer verfolgt, nachdem die Beamten zuvor mit Steinen und Flaschen angegriffen worden seien. Nach Angaben der Polizei wurden 91 Personen wegen kleinerer Delikte vorübergehend festgenommen. Über Verletzte wurde nichts bekannt.

Viele Anhänger der niederländischen Mannschaft feierten deren Sieg lautstark in der Innenstadt mit Bier und Krachern.

Gesichert von Polizei, marschierten die deutschen Fans von Borussia Dortmund, das gegen Feyenoord Rotterdam mit 2 zu 3 verlor, geordnet zu ihren Bussen. Über größere Zwischenfälle wurde beim Abmarsch aus dem Stadion wurde nichts bekannt.

Die niederländische Polizei hatte vor dem Spiel zwei junge Männer festgenommen, die einen Zug mit Fans des Fußballvereins Borussia Dortmund beschossen haben sollen. Niemand sei bei dem Vorfall verletzt worden, teilte die Polizei am Abend mit. Die 18 und 20 Jahre alten Männer hätten mit einem Luftgewehr auf den Zug geschossen, der die deutschen Fans zum Endspiel im UEFA-Pokal zwischen Dortmund und Feyenoord Rotterdam brachte. Die Männer seien in Tilburg, südöstlich von Rotterdam, festgenommen worden.

Mehrere tausend Dortmund-Fans waren zu dem Spiel nach Rotterdam gereist. Das Spiel dort war trotz der Ermordung des niederländischen Politikers Pim Fortuyn nicht abgesagt worden. Die große Trauerfeier für Fortuyn, der aus Rotterdam kommt, findet am Freitag statt.

9.5.2002 07:58