Daum-Prozess endet mit Einstellung und Teilfreispruch
- "Habe hier die schlimmste Zeit meines Lebens durchgemacht"

Endlich ist es vorbei. Der Kokain-Prozess gegen den deutschen Fußball-Trainer Christoph Daum ist vor dem Koblenzer Landgericht mit der Einstellung des Verfahrens in zwölf Fällen und einem Freispruch für die übrigen Anklagepunkte zu Ende gegangen. Die Kammer stellte das Verfahren wegen des Vorwurfs des illegalen Drogenbesitzes gegen eine Geldauflage von 10.000 Euro vorläufig ein. Der 48-jährige Daum muss diese Summe an zwei soziale Einrichtungen zahlen. Anschließend gilt das Verfahren als endgültig eingestellt.
Der Freispruch in den anderen Fällen ist rechtskräftig. Er bezieht sich auf den Anklagevorwurf des 51-fachen illegalen Erwerbs von Kokain und die Daum zur Last gelegte Anstiftung zur Beschaffung von 100 Gramm der Droge. Staatsanwalt Ludger Griesar hatte am 30. Verhandlungstag zuvor eingestanden, dass es hierfür keine Beweise gibt. Daum sagte zum Abschluss des über ein halbes Jahr dauernden Verfahrens: "Ich habe hier die schlimmste Zeit meines Lebens durchgemacht."
Ein von Daum selbst in Auftrag gegebener Haartest hatte im Herbst 2000 Hinweise auf einen Kokain-Konsum ergeben. Daum verlor daraufhin seinen Trainerposten beim Bundesligisten Bayer Leverkusen, zudem wurde seine Berufung zum deutschen Nationaltrainer rückgängig gemacht.
