Ermittlungen um BSE-Schlachthof abgeschlossen
- Besitzer noch in Haft, auch Anzeige gegen Frau von Willibald R.
- Nach BSE-Skandal vier Millionen Euro Schaden

Die Ermittlungen rund um die Affäre eines Schlachthofes in Martinsberg (Bezirk Zwettl), in dem der erste österreichische Fall von BSE aufgetreten ist, ist abgeschlossen. Schlachthofbesitzer Willibald R. steht unter dem Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges und sitzt in Haft. Auch gegen seine Frau wurde Anzeige erhoben.
Das berichtet die Tageszeitung "Kurier" in ihrer (morgigen) Samstagsausgabe. Der "Kurier" beruft sich dabei auf die Aussage der Staatsanwaltschaft Krems, die bestätigt, dass die niederösterreichische Kriminalabteilung den Akt der Justiz übergeben hat. Derzeit arbeite der zuständige Staatsanwalt an der Anklage.
R. und seine Frau stehen im Verdacht, tschechisches Fleisch nach Österreich importiert, umdeklariert und dann als heimisches Produkt verkauft zu haben. Das Waldviertler Unternehmen soll auch - laut Zoll- und Finanzbehörden - illegal EU-Subventionen für die Ausfuhr von Fleisch und lebenden Rindern bezogen haben. Auch ein parallel laufendes Finanz-Verfahren soll im Fertigwerden sein, bestätigte die Finanzlandesdirektion.
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