Ungewöhnliche Quallenplage auf Menorca
- Strände färbten sich violett
Die spanische Ferieninsel Menorca ist von einer ungewöhnlichen Quallenplage heimgesucht worden. Wie das staatliche Fernsehen am Freitag berichtete, wurden auf der Balearen-Insel tonnenweise kleine, violette Quallen angeschwemmt.
Zahlreiche Strände färbten sich von der Masse der Quallen violett. Die lokalen Behörden mobilisierten alle verfügbaren Kräfte, um die angeschwemmte und übel riechende Masse mit Harken und Schaufeln abzutragen. Allein an einem Strand wurden bis zu 1.000 Plastiksäcke voller Quallen eingesammelt.
Nach Angaben der Ortsbehörden hatte es eine solche Plage in den vergangenen 30 Jahren nicht gegeben. Meeresbiologen sagten, man könne sich die ungewöhnliche Plage nicht erklären. Auch auf der Nachbarinsel Mallorca war wenigstens ein Strand von der Plage betroffen. Bei den Quallen handelte es sich um so genannte Segelquallen (lateinisch: Velella velella), die normalerweise auf hoher See leben und von der Wissenschaft kaum erforscht sind. Nach Angaben der Zeitung "Ultima Hora de Menorca" dürfte die Plage noch einige Tage anhalten. Im Meer vor der Insel befänden sich noch große Mengen dieser Quallen.
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