Freitag, 10. Mai 2002

Möglicherweise Sabotage bei Londoner Zugunglück

  • Zahl der Todesopfer auf acht gestiegen
  • PLUS: Die Bilder nach der Katastrophe!

Das Zugunglück bei London ist nach Zeitungsberichten möglicherweise auf einen Sabotageakt oder aber auf die schlechte Wartung des Schienennetzes zurückzuführen. Die Zahl der Todesopfer bei dem schweren Zugunglück in Großbritannien hat sich mittlerweile auf acht erhöht.

Der "Observer" berichtete am Sonntag, hochrangige Mitarbeiter in der Bahnindustrie gingen von einem "sorgfältig ausgearbeitetem" Akt der Zerstörung als möglicher Ursache für das Unglück aus. Zudem habe es schon früher Sorgen über Eindringlinge auf dem Bahngelände von Potters Bar gegeben, wo der Zug entgleist und in den Bahnhof gerast war.

Die Zeitung "Independent on Sunday" berichtete unter Berufung auf den Generalsekretär der Bahngewerkschaft RMT, Bob Crow, die schlechte Instandhaltung und unzureichende Inspektionen könnten für Probleme mit den Schrauben an den Gleisen verantwortlich sein. Experten hatten am Unglücksort herausgedrehte Schrauben neben den Weichen gefunden.

Nach Angaben der privaten Bahngesellschaft Railtrack, die für den Zustand des britischen Schienennetzes zuständig ist, wurde das Unglück wahrscheinlich durch eine defekte Weiche verursacht. Darauf wiesen erste Untersuchungen "eindeutig" hin, bestätigte die Gesellschaft am Samstagabend.

10.5.2002 15:10