Unklarheit: Schröders Maschine von Zielradar erfasst?
- Raketen-Abwehrsystem der Maschine wurde ausgelöst
- Regierungssprecher bestätigt, anderer dementiert

Auf dem Flug von Bundeskanzler Gerhard Schröder von Kabul nach Usbekistan wurde das automatische Raketenablenksystem der Transall-Maschine ausgelöst. Erste Meldungen, wonach das Flugzeug mit dem Kanzler ins Zielradar einer noch nicht identifizierten Raketenstellung geraten ist, wurden dementiert.
Heye sagte, in der Transall seien zwei kleine Explosionsgeräusche zu hören gewesen. "Es hat aber keine Probleme an Bord gegeben." Die Ursache, warum das Abwehrsystem ausgelöst worden sei, sei unklar. Heye sagte, nach Angaben der Transall-Piloten sei das Raketenabwehrsystem bei Flügen nach Kabul schon mehrfach ausgelöst worden.
Dem gegenüber dementierte ein Sprecher der Bundesregierung in Berlin, dass das Flugzeug des Bundeskanzlers vom Zielradar einer Raketenabschuss-Anlage in den afghanischen Bergen erfasst wurde. "Es hat keine Erfassung durch das Zielradar gegeben", sagte ein Regierungssprecher, der Bericht "stimmt definitiv nicht". Den gemeldeten Vorfall habe es nicht gegeben. Allerdings sei die Kanzler-Transall wegen mehrerer Gewitter von ihrem ursprünglichen Kurs abgewichen.
Auch ein Sprecher der deutschen Luftwaffe erklärte gegenüber der dpa, das Flugzeug Schröders sei entgegen ersten Berichten nicht in ein Zielradar geraten. Es könne allerdings sein, dass das Abwehrsystem der Transall durch ein Gewitter aktiviert worden sei.
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