Bankraub von Mor: Spur in die Slowakei
- Umgerechnet nicht einmal 3.000 Euro Beute
- FBI schaltete sich in Großfahndung ein
Die Täter des blutigen Überfalls der Erste-Bank-Filiale in der ungarischen Kleinstadt Mor, der acht Menschenleben forderte, sollen lediglich 700.000 Forint (2.864 Euro) erbeutet haben. Das berichtete der ungarische Rundfunk am Samstag. Laut Polizeisprecher Laszlo Garamvölgyi sollen am kommenden Dienstag zwei neue Phantombilder präsentiert werden.
Denn die unmittelbar nach dem Massaker als mutmaßliche Täter gesuchten Szilard H. und Robert F. dürften nichts mit dem Blutbad zu tun haben. Szilard H stellte sich der Polizei und beteuerte seine Unschuld. Robert F. soll nach Medienberichten vom Samstag schon vor der Tat in Mor möglicherweise in der Slowakei erschossen worden sein. Bei einem Überfall auf ein slowakisches Juweliergeschäft soll Robert F. am 26. April im Feuergefecht mit dem Besitzers des Ladens, einem Ex-Fremdenlegionär, umgekommen sein.
Inzwischen hat sich auch das FBI in die Suche nach den brutalen Verbrechern eingeschaltet. Einer der FBI-Experten vermutet eine Tat unter Drogeneinfluss. Dass die beim Überfall auf die Erste-Bank-Filiale verwendete Munition Mitte der neunziger Jahre für slowakische Sicherheitsskräfte produziert wurde, wird als weitere Spur in die Slowakei gesehen.
Ein Polizeioffizier vermutete in der Samstagausgabe der Tageszeitung "Blikk", dass es sich bei den Tätern um ausländische Kriminelle handelt, denn ungarische Täter würden keine solche Bluttat begehen. Laut "Blikk" hätte ein Zeuge des Massakers von Mor fünf Tage nach der Tat in einem der Bankräuber jenen Mann erkannt, der früher als Sicherheitsmann in der Erste-Bank-Filiale arbeitete.
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