Behörden ermitteln gegen NPÖ-Gründer
- Sachverhaltsdarstellung wegen Verstoß gg. Verbotsgesetz

Die Sicherheitsbehörden ermitteln gegen den Gründer der Nationaldemokratischen Partei Österreichs NPÖ, Gregor Maierhofer. Dem Oststeirer wird vorgeworfen, durch die Verwendung eines Zitats des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß im Internet gegen das Verbotsgesetz verstoßen zu haben. Eine diesbezügliche Sachverhaltsdarstellung wird an die Staatsanwaltschaft ergehen, hieß es am Mittwoch.
Der gelernte Glaser und nunmehr arbeitslose 23-Jährige hatte am Dienstag dem ORF-Steiermark ein Interview gegeben, in dem er sich u.a. für die Einführung der Todesstrafe aus ökonomischen Motiven aussprach. Auf die Frage, ob Hitler für ihn ein Held oder ein Verbrecher sei, meinte der Parteigründer: "Kein Kommentar".
Seitens der Sicherheitsdirektion Steiermark wurden mit der Gründung der NPÖ vor einigen Wochen im Burgenland die Erhebungen aufgenommen. Maierhofer wird als Einzelgänger mit Integrationsproblemen in die soziale und berufliche Umwelt beschrieben, der aber bisher noch nie einschlägig angefallen sei. Erst durch das Medieninteresse sei der Ein-Man-Partei nun eine Plattform geschaffen worden, so ein Ermittlungsbeamter.
Ein Zitat von Hitler-Stellvertreter Hess ("Stünde ich wieder am Anfang, würde Ich wieder handeln wie ich handelte! Auch wenn ich wüsste, dass am Ende ein Scheiterhaufen für meinen Flammentod brennt! Egal was Menschen tun, dereinst stehe ich vor dem Richterstuhl des Ewigen. Ihm werde Ich mich verantworten und ich weiß: Er spricht mich frei!"), das kurzzeitig - ohne Quellenangabe - auf seiner Homepage zu lesen war, dürfte den Behörden die Möglichkeit geben, aktiv zu werden: Der zuständige Abteilungsleiter bestätigte am Mittwoch gegenüber der APA, dass an einer Sachverhaltsdarstellung gearbeitet werde.
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