Anschlag in Pakistan: 14 Menschen getötet
- Steckt El-Kaida hinter dem Anschlag?
Nach einem verheerenden Bombenanschlag auf einen Bus in der pakistanischen Hafenstadt Karachi wurden elf französische Ingenieure und drei Einheimische getötet, darunter der mutmaßliche Attentäter. Dutzende weitere Menschen wurden bei der Explosion zum Teil lebensgefährlich verletzt.
Hinter dem Anschlag werden islamische Extremisten vermutet, die den prowestlichen Kurs der pakistanischen Regierung und ihre Unterstützung der US-Offensive in Afghanistan bekämpfen.
Der Bus war vor dem Sheraton-Hotel in einem vornehmen Viertel der 14-Millionen-Einwohnerstadt geparkt und sollte die französischen Mitarbeiter einer Baufirma zu ihrer Arbeit im Hafen bringen. Das Pariser Außenministerium teilte mit, es habe sich um Beschäftigte der Direction de la Construction Navale gehandelt, die in Pakistan mit dem Bau eines U-Boots beauftragt waren. Zu den Toten zählen neben den Franzosen auch der Busfahrer und ein Passant. 23 der Verletzten wurden ins Krankenhaus eingeliefert.
In jüngster Zeit fielen in Pakistan mehrere Ausländer Anschlägen zum Opfer, für die später radikale Gruppen die Verantwortung übernahmen, die das gestürzte Taliban-Regime im Nachbarland Afghanistan unterstützen. Westliche Reisende in Pakistan waren in der Vergangenheit zu Vorsicht aufgerufen worden. Nach dem jüngsten Anschlag verließen zahlreiche westliche Ausländer das Land, viele weitere planten nach Angaben der Tourismusindustrie ihre Abreise. Ein in Karachi geplantes Cricket-Turnier zwischen Pakistan und Neuseeland wurde abgesagt.
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