130 Tote bei Flugzeugabstürzen in Tunesien und China
- Eine Französin an Bord der chinesischen Maschine
- Bergungsarbeiten dauern an
Zwei Flugzeugabstürze in China und Tunesien haben am Dienstag binnen weniger Stunden offenbar 130 Menschen das Leben gekostet. Ein chinesisches Verkehrsflugzeug mit 112 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord stürzte auf einem Inlandsflug im Nordosten des Landes ins Meer. Rettungsmannschaften bargen bis in die Morgenstunden des Mittwoch 60 Leichen, es galt jedoch als unwahrscheinlich, dass jemand das Unglück überlebte. Eine Maschine der ägyptischen Fluggesellschaft Egypt Air stürzte mit 63 Menschen an Bord nahe der tunesischen Hauptstadt Tunis ab. Nach Angaben der ägyptischen Behörden wurden mindestens 18 Menschen getötet.
Der Pilot der chinesischen Maschine habe vor dem Absturz ein Feuer in der Kabine gemeldet, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. An Bord der McDonnell-Douglas MD-82 der Regionalgesellschaft China Northern Airlines befanden sich 103 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP habe sich eine aus Lyon gebürtige, aber in China lebende Französin an Bord der Maschine befunden. Weitere sieben Ausländer seien Japaner und Südkoreaner gewesen.
Rettungsmannschaften berichteten, das Flugzeug sei in Einzelteile zerbrochen. Die Maschine war um 20.37 Uhr Ortszeit (14.37 Uhr MESZ) in Peking gestartet und sollte eine gute Stunde später in der Hafenstadt Dalian am Pazifik landen. Nach knapp 60 Minuten Flugzeit und rund 20 Kilometer vom Zielflughafen entfernt verschwand die Maschine dann von den Radarschirmen. An der Unglücksstelle suchten 30 Schiffe nach möglichen Überlebenden, wurden jedoch von der einsetzenden Dunkelheit behindert.
Egypt-Air-Maschine stürzte kurz vor Landung ab
Der Absturz der Egypt Air-Maschine in Tunesien mit mindestens 18 Toten ist nach Angaben der ägyptischen Luftfahrtbehörde auf eine missglückte Notlandung zurückzuführen. Wie am Mittwoch am Flughafen Kairo zu erfahren war, hatte der Pilot die Passagiere kurz vor dem Absturz am Dienstag aufgefordert, sich anzuschnallen. Beim Absturz einer Maschine der China Northern Airlines ins Gelbe Meer sind alle 112 Insassen ums Leben gekommen.
Wegen des heftigen Regens und der schlechten Sicht habe er den rund zehn Kilometer vom Flughafen Tunis-Karthago entfernten Hügel jedoch wahrscheinlich nicht gesehen, schrieben die Kairoer Tageszeitungen am Mittwoch. Die Boeing 737-500 zerschellte am Hang. Mindestens 18 Menschen starben, 30 wurden verletzt.
Bei dem Absturz einer Maschine der China Northern Airlines ins Gelbe Meer sind alle 112 Insassen ums Leben gekommen. Das teilte die chinesische Fluglinie am Mittwoch in einer Erklärung mit.
Die Maschine vom Typ MD-82 war mit 103 Passagieren und neun Crew-Mitgliedern auf dem Weg von Peking nach Dalian, als sie nahe der Küstenstadt Dalian in der Provinz Liaoning in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) ins Meer stürzte. 30 Schiffe waren in der Nacht im Einsatz, um das Meer nach Opfern und Überlebenden abzusuchen. Bis zum Morgen wurden amtlichen Medien zufolge mehr als 70 Leichen geborgen. Den Angaben zufolge waren auch acht ausländische an Bord des Fluges 6136.
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