Dienstag, 7. Mai 2002

Sorge vor Briefkasten-Rohrbomben in den USA hält an

  • Verdächtige Postsendung in Colorado gefunden

den USA hält die Sorge wegen einer Serie von primitiven Rohrbomben an. Nach der Entdeckung einer Briefkasten-Rohrbombe im US-Bundesstaat Nebraska am Montag ist nach Polizeiangaben nun auch in Salida im Bundesstaat Colorado wieder eine verdächtige Postsendung gefunden worden.

Sorge vor
Chicago (APA/Reuters) - In
Spezialisten untersuchten noch, ob das verdächtige Objekt Ähnlichkeiten mit den mittlerweile 16 in drei Bundesstaaten im amerikanischen Mittleren Westen aufgetauchten und zum Teil explodierten Rohrbomben habe, teilte ein Sprecher der Post mit. Die anderen, von Briefen begleiteten Rohrbomben waren in den Bundesstaaten Nebraska, Iowa und Illinois aufgetaucht. Vier Briefboten und zwei Empfänger wurden bei der Explosion von Bomben verletzt. Die Verletzungen waren nicht lebensgefährlich.

Die Bundespolizei FBI vermutet einen Einzeltäter oder eine Einzeltäterin, der oder die vermutlich einen Hass auf die Regierung habe, und bezeichnet die Bombenserie als "Inlands-Terrorismus". In den USA wurden in Zusammenhang mit den Rohrbomben schlimme Erinnerungen an die Serie von Anthrax- Anschlägen wach, die die Bürger nach den Flugzeug-Anschlägen vom 11. September beunruhigten.

Nach den Anschlägen am 11. September in New York und bei Washington waren in den USA mehrere Briefe aufgetaucht, die tödliche Milzbrand-Viren enthielten. Mehrere Menschen steckten sich an und starben an der Krankheit.

7.5.2002 08:12