Komödie (Sa, ORF 1, 21.10 Uhr)

Bei Hugh Grant kommt angesichts Julianne Moores Schwangerschaft keine rechte Freude auf...
Ein zufriedener Kinderpsychologe ist Samuel (Hugh Grant): florierende Praxis, knallroter Porsche, bezaubernde Freundin.
Bis ihm seine Rebecca (Julianne Moore) mitteilt, in anderen Umständen zu sein. Dem Therapeuten gar nicht recht: Allein die Vorstellung, den Flitzer gegen einen familientauglichen Viertürer eintauschen zu müssen! Und wie Babys lärmen und schmutzen! So subtil er kann, also nicht gerade einfühlsam, kommuniziert er seine Bedenken. In ihrem fünften Monat hat Rebecca die Nase voll und verlässt den Daddy in spe.
Jetzt sind die Freunde an der Reihe, die beiden wieder zu vereinen, indem sie den ängstlichen Erzeuger neuen Lebens an seine Verantwortung erinnern: Joan Cusack und Tom Arnold machen aus diesen Szenen kleine Juwele.
Immerhin bringen sie Sam so weit, den Herztönen seines heranwachsenden Nachkommen zu lauschen. Da kann er nicht anders, als weich zu werden! Bis zur Niederkunft sind aber noch etliche Beziehungshürden zu meistern. Bei diesem Akt sorgt schließlich der recht wirre Gynäkologe (Robin Williams, wow!) für die wohl turbulenteste Geburtsszene in der (Film-) Geschichte der Kreißsäle: mit durcheinander brüllenden Helfern und Müttern, sich prügelnden Vätern. Das Zentrum des Chaos: der ohnmachtsgefährdete Arzt …
Das US-Remake der sehr erfolgreichen französischen Komödie Patrick Braoudés hat wie diese viel Situationskomik zu bieten, leidet aber wie viele solcher Hollywood-Produkte daran, sich an der Grenze zum „Heile-Welt“-Kitsch zu bewegen.
