Freitag, 3. Mai 2002

Fast 40.000 mehr Arbeitslose als im April 2001

  • Beschäftigtenstand leicht auf 3,129 Millionen gesunken
  • Gegenüber dem März 2002 ist die Arbeitslosenquote gesunken

Ende April waren in Österreich um 39.776 mehr Arbeitslose vorgemerkt als vor einem Jahr. Wie das Wirtschafts- und Arbeitsministerium am Freitag bekannt gab, waren zum Monatsende 231.167 Personen arbeitslos gemeldet.

Das ist ein Anstieg um 20,8 Prozent gegenüber April 2001. Im Vergleich mit März 2002 ging die Zahl der Beschäftigungslosen um 6.438 oder 0,21 Prozent leicht zurück.

Gegenüber über dem März 2002 ist die Arbeitslosenquote jedoch auf 6,88 Prozent gesunken. Im März hatte die nationale Arbeitslosenquote 7,4 Prozent betragen.

Ende April 2002 lag die Zahl der unselbstständig Beschäftigten (ohne geringfügige Beschäftigungsverhältnisse) mit 3.128.691 (Männer: 1.727.796; Frauen: 1.400.895) um 1.410 (minus 0,05 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Als Gründe für den Rückgang der Beschäftigung nennt das Ministerium am Freitag das Ende der Wintertourismussaison sowie einen signifikanten Rückgang der Beschäftigten in der Bundeshauptstadt Wien um 12.033 Personen.

Mehr Lehrstellensuchende als 2001
Die Arbeitslosigkeit der 15- bis 18-jährigen Jugendlichen ist mit 4.244 um 616 oder 17,0 Prozent unterdurchschnittlich angestiegen, die Arbeitslosigkeit unter den 19- bis 24-Jährigen ist jedoch um 7.136 bzw. 28,8 Prozent auf 31.941 Ende April in die Höhe geschnellt. Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist Ende April 2002 mit 3.239 gegenüber dem Vorjahr um mehr als ein Drittel (plus 811 oder 33,4 Prozent) gestiegen, zugleich ist die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen mit 2.793 um rund 6 Prozent rückläufig.

Bei über 50-Jährigen Anstieg von 16,6 Prozent
Die Arbeitslosigkeit der über 50-Jährigen stieg im April um 6.908 (+16,6 Prozent) auf 48.506. Während die Zahl der 50- bis 54-Jährigen mit einem Plus von 2.200 (+9,5 Prozent) nach wie vor deutlich unterdurchschnittlich und jene der 55- bis 59-Jährigen (plus 3.184 bzw. +20,1 Prozent) noch leicht unter dem Durchschnitt zunahm, stand dem ein dramatischer Anstieg bei den über 60-Jährigen gegenüber (plus 1.524 oder +60,5 Prozent auf 4.042). Dieser sei neben demographischen Faktoren auf die geänderten Zugangsbestimmungen in die vorzeitige Alterspension und den entsprechenden Begleitmaßnahmen im Arbeitslosenversicherungsgesetz zurückzuführen, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium.

3.5.2002 13:13