Freitag, 3. Mai 2002

T-Aktie steuert in Richtung Allzeittief

  • Zum Freitag-Auftakt 2,5 Prozent verloren

Die deutsche Drogeriemarkt-Kette Schlecker versucht sich auch mit dem Verkauf von Autos. Das Unternehmen bietet dabei die Modelle Ford Ka, Fiat Punto SX und das Smart Cabrio Passion nach Eigendarstellung zwischen zwölf und 24 Prozent unter den Preisempfehlungen der Hersteller an. Auch in Österreich führte die Supermarktkette Merkur Anfang 2002 ähnliche Experimente durch.

Das zum Rewe-Konzern gehörende Unternehmen hat damals in einer unter Autohändlern umstrittenen Marketingaktion verbilligte Autos an Stammkunden vermittelt.

Bei den nun feilgebotenen Schlecker-Fahrzeugen handelt es sich um Tageszulassungen, also Neuwagen die nur für einen Tag angemeldet werden. Rechtlich gelten sie damit als Gebrauchtfahrzeuge, auch wenn die Autos, wie Schlecker betont, nicht gefahren sind. Vor einem Jahr hatte Edeka mit seiner Verkaufsaktion "Jetzt schlägt's Punto" für Aufsehen gesorgt. Die Handelskette lieferte sich dabei einen längeren Rechtsstreit mit Fiat. Wirtschaftlich gesehen war die Aktion ein Flop: Nur 20 Puntos wurden verkauft und damit deutlich weniger als erhofft.

Den Ford Ka bietet Schlecker für 7.999 Euro an. Das Modell war 40 Mal zu haben, ist dem Unternehmen zufolge aber bereits ausverkauft. Der Fiat Punto ist insgesamt 30 Mal im Programm und kostet 9.700 Euro. Der Smart ist in zwei Varianten ab 12.460 Euro 40 Mal zu haben. Ob die Aktion nur für deutsche Kunden stattfindet bzw. auch in Österreich geplant ist, war am Freitag zunächst nicht in Erfahrung zu bringen.

3.5.2002 12:31