Gesundheitsstaatssekretär macht strahlende Geschäfte
- Die privaten Geschäfte des FP-Politikers boomen
Interessant: Wie FORMAT in seiner neuen Ausgabe berichtet, erlebt ein Radiologieinstitut, an dem der FP-Gesundheitsstaatssekretär beteiligt ist, einen tollen Boom. Auch sonst hat der Unternehmer Waneck viel zu tun.
Die Bilanz kann sich sehen lassen: Das Institut für Magnetresonanztomographie (MRT) Wien-Mariahilf schaffte im Jahr 2001 bei rund 1,4 Millionen Euro Umsatz achtzig Prozent Wachstum gegenüber 2000. Das ist die höchste Steigerung aller vergleichbaren Institute. Als Gesellschafter der boomenden GesmbH und bis zu seinem Politeinstieg als Geschäftsführer scheint Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck auf. "Der Erfolg hat nichts mit meiner Funktion zu tun", sagt Waneck. "Wir haben die Öffnungszeiten verlängert und ein schnelleres MRT-Gerät geleast."
Waneck ist jetzt in ein Bewilligungsverfahren für ein weiteres privates Institut involviert. Es soll am Gelände der orthopädischen Klinik Speising errichtet werden. Die Idee stammt von ihm selbst, der ein ähnliches Modell bei den Barmherzigen Schwestern umgesetzt hat: Das erfolgreiche Mariahilfer Institut liegt gleich hinter dem Spital. Bei Wanecks Eintritt in die Politik übernahm Anca Mauksch auch die Speisinger Agenda und kümmert sich um das Bewilligungsverfahren.
Denn ein MRT-Institut kann nicht jeder gründen. Die zugelassenen Standorte sind beschränkt. Die Entscheidungen trifft eine politisch besetzte Strukturkommission. Am 15. April des Vorjahres stimmten die Sozialversicherungsträger gegen das MRT Speising. Die Entscheidung fiel trotzdem positiv aus mit der Stimme des Staatssekretärs. Die Zahl der Wiener Privatinstitute wurde, trotz hoher Dichte, aufgestockt. Waneck dazu: Es gab Bedarf. Österreich liegt bei der Gerätedichte in Europa gut, aber schlechter als etwa Japan.
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