Freitag, 3. Mai 2002

FORMAT: Wieviel Österreichs Manager verdienen

  • Manager kassieren das sechsfache eines Normalverdieners

In Deutschland läuft eine heiße Debatte über zu hohe Gagen von Spitzenmanagern. In Österreich hat die Globalisierung noch kaum eine Angleichung an amerikanische Traumeinkommen gebracht. Doch auch heimische Führungskräfte konnten ihre Gehälter zuletzt spürbar steigern. Manager kassieren im Schnitt das sechsfache eines Normalverdieners.

Ehe sich Rolf Breuer in der Früh richtig zum Schreibtisch setzt, hat er schon tausend Euro verdient. Ganze vierzehn Minuten muß er dafür arbeiten. Denn der Boß der Deutschen Bank in Frankfurt genehmigte sich im Vorjahr einen fürstlichen Verdienst von 12,7 Millionen Euro, mehr als eine Million im Monat.

Überbezahlt?
Astronomische Gehälter wie jenes von Breuer lösten in Deutschland eine hitzige Debatte aus. Österreich hat die Globalisierung der Traumgehälter aber noch kaum erreicht. Für den normalen Gehaltsempfänger verdienen heimische Manager natürlich prächtig – im internationalen Vergleich eher mittelmäßig. Vorstände von Großunternehmen (ab 500 Mitarbeiter) kassieren hierzulande durchschnittlich 254.000 Euro brutto im Jahr, der Mittelwert bei den Angestellten liegt bei 25.000 Euro (344.000 Schilling) – also bei einem Zehntel. Spitzenverdiener wie Bawag-General Helmut Elsner, der auf 910.000 Euro jährlich kommt, verdienen das 35fache eines normalen Angestellten. In den USA ist es jedoch ganz normal, daß der Firmenboß das Hundertfache seiner Mitarbeiter abcasht.

Magna zahlt am meisten
Wirklich amerikanisch verdient in Österreich nur einer: Siegfried Wolf, der General von Magna Europe. Er wird im Autozulieferkonzern von Frank Stronach nach dem Muster der kanadischen Zentrale entlohnt. Und das brachte ihm 2001 satte 4,96 Millionen Euro (68,2 Millionen Schilling).Wolf ist damit der mit Abstand höchstbezahlte Manager des Landes.

Alles über die Gehälter von Österreichs Top-Managern erfahren Sie im aktuellen FORMAT

3.5.2002 09:22