Schüssel kündigt Job-Offensive für Frauen an
- Kanzler: Bis 2005 Frauen-Erwerbsquote auf 65 Prozent erhöhen

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) kündigte Donnerstag Abend in der runderneuerten "ZiB 1" eine Job-Offensive für Frauen an. Bis 2005 soll die Frauen-Erwerbsquote von derzeit 59 auf dann 65 Prozent angehoben werden. "Frauen sind eine der ganz großen Hoffnungschancen für den österreichischen Arbeitsmarkt", so Schüssel. Ihm schweben dazu zwei Instrumente vor: einerseits mehr Frauen in technischen Berufen und andererseits Frauen als Firmengründerinnen.
Arbeitsminister Martin Bartenstein (V) hatte bereits, gestern, am Tag der Arbeit, erklärt, man strebe eine Erhöhung der Frauenerwerbsquote an. Das kommende Jahr werde daher unter dem Motto "Frauen und Arbeitsmarkt" stehen. Er nannte als mögliche Maßnahmen etwa flexiblere Arbeitszeitmodelle, flexiblere Kinderbetreuungseinrichtungen und mittelfristig die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten.
Österreich belegt im EU-Vergleich in Sachen Frauen-Erwerbsquote derzeit den fünften Platz. An der Spitze liegt Dänemark mit einem Wert von 72 Prozent. Der EU-Schnitt liegt bei derzeit 53 Prozent und soll auf 57 Prozent erhöht werden.

