Montag, 29. April 2002

Bis zu 150 Kündigungen bei austriamicrosystems

  • Einführung von Kurzarbeit erwies sich als "nicht geeignet"
  • Paierl: Gute Chancen für Vermittlung von Mitarbeitern

Der Halbleiterhersteller austriamicrosystems in Unterpremstätten südlich von Graz wird bis zu 150 Beschäftigte kündigen. Diese Maßnahme wurde unternehmensseitig bestätigt. VP-Wirtschaftslandesrat Paierl sieht gute Chancen, die Mitarbeiter weiter zu vermitteln.

Als Grund wurde angegeben, dass sich die vor einigen Wochen avisierte Kurzarbeit für 370 Beschäftigte "nicht als geeignete Maßnahme" herausgestellt habe, "um dem starken Gegenwind auf dem Halbleitermarkt zu begegnen."

Vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass 370 Beschäftigte kurzarbeiten würden müssen. Nun wurde der Antrag von Mitte März zurück gezogen. Dem Arbeitsmarktservice wurde dafür bekannt gegeben, dass "bis zu 150 Personen" gekündigt werden müssen. Die Maßnahme wird frühestens Ende Mai wirksam.

VP-Wirtschaftslandesrat Paierl sieht Chancen für Mitarbeiter
"Es bestehen gute Chancen, die Mitarbeiter weiter zu vermitteln", sagte VP-Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl zum bevorstehenden Personalabbau bei austriamicrosystems. Er will die Mitarbeiter auf alle Fälle in der Steiermark halten und ein Abwandern des Arbeitskräftepotenzials verhindern.

Auch Paierl verwies auf den erhöhten Personalbedarf bei Philips-Gratkorn, wo Gekündigte einen neuen Arbeitsplatz finden könnten. Positiv äußerte er sich zur Idee einer "Chip-Jobbörse", um Betroffene in high-tech-Betriebe im KMU-Bereich weiter zu transferieren. Schließlich sah der Landesrat auch noch Möglichkeiten in dem im Ausbau stehenden Business-Park Unterpremstätten, wo Fachkräfte gesucht würden.

29.4.2002 13:45