Hollywood Studios verhandeln über KirchPayTV
- "Schulden gegen Beteiligung"

Führungskräfte der wichtigsten Hollywoodstudios werden am Montag einen Handel "Schulden gegen Beteiligung" mit dem Kirchsender Premiere in München diskutieren. Damit soll das defizitäre Bezahlfernsehen vor einer Insolvenz bewahrt werden, berichtet die Financial Times (FT) unter Berufung auf Kenner der Verhandlungen.
Die Studios, die Millionen von US-Dollar Umsatz in den nächsten fünf Jahren bei Kirch erwarten, wollen ihre Programmverträge gegen Beteiligungen neu verhandeln, so die Zeitung.
An den Verhandlungen beteiligen sei die British Sky Broadcasting (BSkyB) von Rupert Murdoch, die 22 Prozent an Premiere hält, und die Bertelsmann AG, Gütersloh.
Liberty Media überlege, entweder bei Premiere oder bei KirchMedia, der Kirchtochter, die in diesem Monat Insolvenz angemeldet hat, zu investieren, berichtet die Zeitung ohne Angabe von Quellen weiter. Nach Angaben eines Sprechers des Bauer Verlages, der den Playboy und das Teenager-Magazin Bravo publiziert, ist Bauer an Kirch-Media interessiert.
Die Zeitung berichtet auch, dass der Vorstandsvorsitzende des Axel Springer-Verlages, Matthias Doepfner, eine Schadenersatzklage über 530 Mill. Euro gegen Kirch anstrenge. Damit soll ein letzter Versuch unternommen werden, Geld aus einer Optionszahlung, die in dieser Woche fällig wird, zu erhalten.

