Deutsche Bank übertrifft im 1.Quartal die Prognosen
- Kostensenkung wirkt!
- Bis 2003 weitere 2 Mrd. Euro Einsparungen geplant
Die Deutsche Bank AG, Frankfurt, hat im ersten Quartal 2002 nach einem Verlust im Schlussquartal 2001 wieder eine positives Ergebnis vor Steuern von 1,27 Mrd. Euro erzielt und zugleich die Prognosen von Analysten übertroffen.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als ein Vorsteuerergebnis von 912 Mill. Euro erwirtschaftet worden war, bedeutet dies ebenfalls ein Gewinnplus, wie das Institut am Montag ad hoc mitteilte. Hier hatten die Analysten mit ihrer Konsensprognose von rund 334 Mill. Euro aber einen erheblichen Rückgang erwartet. Der Gewinn nach Steuern stieg auf 597 (382) Mill. Euro. Die Maßnahmen zur Kostensenkung hätten eine "beträchtliche Wirkung" entfaltet, wie die Deutsche Bank erklärte.
Zugleich teilte das Institut mit, die zinsunabhängigen Kosten (auf Basis der US-GAAP-Grundlage von 2001) bis 2003 um 2 Mrd. Euro senken zu wollen. Dies soll ohne Berücksichtigung des Verkaufs von Deutscher Herold sowie der Akquisition von Scudder und RREEF erreicht werden.
Zugleich kündigte Vorstandssprecher Rolf-E. Breuer in seinem Aktionärsbrief die verstärkte Konzentration auf Kerngeschäftsfelder an. Derzeit würden strategische Alternativen für einen Teil der Geschäftsfelder Securities Services und Passive Asset Management gesucht. Im Bereich PCAM soll das Geschäft mit Privat- und Geschäftskunden (Deutsche Bank 24, Private Banking, maxblue) unter der Dachmarke Deutsche Bank und einheitlicher Führung gebündelt werden.

