Sturm und Austria - die wahren Sieger der 35. Runde
- Osim-Elf darf in die CL-Qualifikation, Austria in den UEFA-Cup
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UMFRAGE: Wessen Stuhl ist am unsichersten?
Am 4. Mai ging die Saison in der max.Bundesliga praktisch zu Ende, auch wenn am 9. Mai noch die 36. Runde auf dem Programm steht. Einen Spieltag vor Schluss wurden in der österreichischen Fußball-Meisterschaft die letzten noch offenen Fragen geklärt. Der FC Tirol stand als alter und neuer Champion schon seit der 32. Runde fest. Admira Wacker hatte den Abstiegsplatz sogar schon eine Woche vorher fix. Der zweite Platz, der für die Qualifikation zur Champions League berechtigt, ging nun an den SK Sturm, Rang vier (UEFA-Cup-Ausscheidung) an die Austria.
Somit blieben der GAK (um Platz zwei) und Kärnten (vier) auf der Strecke. Der SK Sturm setzte sich mit dem 4:1 gegen SW Bregenz und der gleichzeitigen 0:1-Niederlage des Stadtrivalen in Salzburg fünf Punkte vom GAK ab, der zum ersten Mal nach zehn Runden wieder verlor und in dieser Saison gegen Laessig und Co (1:2,1:1,0:0,0:1) kein einziges Match gewonnen hat. GAK-Coach Thijs Libregts war sauer über die schwache Leistung seiner Mannschaft. Die beste aktuelle Serie kann nun der SK Sturm mit sechs Siegen und einem Remis in den jüngsten sieben Runden vorweisen, wobei Vastic und Co im Schnitt 3 1/2 Tore pro Spiel schossen.
Kartnig streut Osim Rosen
Kein Wunder, dass der während der Saison immer wieder mit recht kritischen Tönen auch gegen seinen Langzeittrainer aufwartende Hannes Kartnig seinen Betreuer diesmal mit honigsüßen Worten bedachte. "Osim ist ein großartiger Trainer, er passt zu Sturm. Ich bin dankbar, dass er das geschafft hat", so der Sturm-Boss. Kartnig ("Wir werden nicht abspecken") ließ auch keinen Zweifel daran, dass "wir mit einer guten Mannschaft in die Champions League-Qualifikation gehen werden".
Holt Sturm auch den Cup?
Ivica Osim freute sich über das Erreichen des Saisonziels, der Cup wäre nicht so wichtig. Sturm und der GAK kämpfen ja am 12. Mai im Schwarzenegger-Stadion um die Trophäe im heimischen Pokalbewerb, den vor einem Jahr sensationell der damalige Bundesliga-Aufsteiger FC Kärnten gewonnen hatte und Sturm zum insgesamt vierten, der GAK zum dritten Mal holen könnte.
Keine Tränen beim FC Kärnten
Die Klagenfurter zeigten sich über den verpassten vierten Platz (das 1:1 gegen Rapid reichte durch den 2:1-Sieg der Austria gegen Tirol nicht) gar nicht so betrübt. "Das war eine tolle Saison. Platz fünf das Höchste der Gefühle", meinte der kroatische Torjäger Marijo Maric und dankte dem zur Austria wechselnden Walter Schachner, der vor dem Spiel durch Heinz Hochhauser vorzeitig abgelöst worden war. Der Aufsteiger hat sich jedenfalls blendend geschlagen, auch wenn Rang fünf durch den SV Salzburg noch gefährdet ist.
Rapid nur auf dem achten Platz
Wie auch immer. Die Kärntner landeten klar vor dem SK Rapid, der mit Platz acht seine schlechteste Platzierung in der Klubgeschichte beklagen musste. Der möglicherweise daher auch zum Abschuss freigegebene Lothar Matthäus, werde - wie er sagte - "jede Entscheidung des Präsidiums hinnehmen". Die Mannschaft und er ließen sich aber nicht auseinander dividieren.
Austria als erfolgreichste Frühjahrself
Auseinander werden aber bekanntlich Didi Constantini und die Austria-Spieler gehen. Mit dem bereits bedeutungslosen Treffen in Ried geht die Interimszeit des Tirolers bei den Violetten auch schon zu Ende. Es war eine Erfolgszeit. Denn als Constantini vor der Frühjahrssaison die Mannschaft übernahm, lag sie nur auf dem sechsten Platz, acht Punkte hinter dem vierten Rang. Mit acht Siegen und vier Remis in 14 Spielen sind die Wiener vor Sturm (noch) die erfolgreichste Frühjahrself. "Die Erleichterung ist sehr groß, dass wir unsere Ziel erreicht haben. Den UEFA-Cup haben wir geschafft und dürfen nun mit Recht feiern", meinte der Coach nach dem 2:1 gegen Tirol.
Beim FC Tirol ist die Luft draußen
Der Meister kassierte die dritte Niederlage in Folge, womit sein Vorsprung in der Tabelle auf Sturm auf sieben Punkte schmolz. Nach der 29. Runde hatte das Guthaben der Tiroler auf die ersten Verfolger noch 18 Zähler betragen. "Man merkt schon, dass bei uns schon ein wenig die Luft draußen ist", kommentierte Joachim Löw das Ergebnis.
Ergebnisse der 35.Runde
Admira/Wacker Mödling - SV Josko Ried 1:3 (0:0)
FK Austria Memphis - FC Tirol Innsbruck 2:1 (1:0)
FC Kelag Kärnten - SK Rapid Wien 1:1 (0:0)
SV Wüstenrot Salzburg - Liebherr GAK 1:0 (0:0)
SK Puntigamer Sturm Graz - Casino SW Bregenz 4:1 (1:1)
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