Freitag, 3. Mai 2002

FORMAT: Laudas Söhne erobern den Autorennsport

  • Hinter dem Rücken der Eltern planten sie den Einstieg
  • Erstes Rennen für Matthias Lauda am Muttertag in Valencia

Drei Tage vor dem Muttertag wird sich in Barcelona ein Wohnwagen Richtung Süden in Bewegung setzen. Zwei Brüder brechen zum heimlich geplanten Abenteuer Autorennsport auf, und sie tragen einen Namen, der in der Formel 1 Geschichte schrieb: Matthias Lauda, 21, ist der Pilot, sein zwei Jahre älterer Bruder Lukas macht den Manager. Nach brenzligen Momenten in der Familie, als die beiden ihren Eltern Marlene und Niki den Plan beichten mußten, bestreiten die Lauda-Brüder, die seit siebenJahren bei ihrer Mutter in Spanien leben, am 12. Mai in Valencia ihr erstes Rennen in der Klasse Formel Nissan 2000.

Sieben Tests auf verschiedenen Strecken hat der jüngere Lauda-Sohn in den vergangenen Monaten absolviert. Die bisherige Bilanz von Matthias: "Beim Regentest lief es ganz gut, auf dem Trockenen muß ich noch ein wenig üben." Sein älterer Bruder Lukas, der für die Betreuung des Debütanten sein Wirtschaftsstudium unterbrach, über die Klasse, in der Matthias startet: "Die Autos sind viel schwerer zu fahren als in der Formel 3. In gewisser Weise ähneln sie denen in der Formel 1."

Ausgestattet mit dem klingenden Namen Lauda, gelang es Lukas, bereits für die erste Saison Sponsoren aufzutreiben, mit denen die 14 Rennen ohne große Verluste bestritten werden können: Red Bull und Gericom finanzieren den Einstieg des Lauda-Sprosses. Ihr einziges Handicap derzeit: die Startnummer des Boliden (Bild). Lukas Lauda: "Die Nummer 1 wollte er nicht, weil er eh schon mit dem Namen Lauda auf die Strecke muß." Matthias fährt trotzdem mit der 1.

Die ganze Story plus ein Interview mit den Lauda-Söhnen Matthias und Lukas lesen Sie im neuen FORMAT.

3.5.2002 11:24