"Illbruck" schaffte 484 Seemeilen in 24 Stunden
- Jedoch Kritik an Weltrekord-Fahrt

Die deutsche Yacht "illbruck" hat im Volvo Ocean Race für einen Fabel-Weltrekord gesorgt. Begünstigt von der starken Strömung des Golfstromes hat sie auf der siebten Etappe von Annapolis (USA) nach La Rochelle (Frankreich) innerhalb von 24 Stunden 484 Seemeilen, umgerechnet 896,36 Kilometer zurückgelegt. Damit konnte die alte Bestmarke für Einrumpf-Yachten von Bernhard Stamm auf dem "Open 60 Armor Lux" aus dem Vorjahr um 16,3 Seemeilen überboten werden. Die Durchschnittsgewindigkeit der "illbruck" betrug dabei knapp über 20 Knoten oder 37 km/h.
Nur wenige Stunden nachdem die Leverkusener Segel-Yacht mit dieser Höchstmarke für einen Superlativ im Ocean Race gesorgt hatte, meldeten sich die ersten Kritiker zu Wort. "Man muss die Anerkennung dieses 24-Stunden-Rekordes sehr gründlich überdenken, denn der Golfstrom hatte einen Anteil von fast 25 Prozent an dieser Leistung. Man erlaubte schließlich auch Carl Lewis nicht, mit Flügeln weit zu springen", stellte der US-Amerikaner Mark Rudiger, Navigator des härtestem "illbruck"-Konkurrenten "Assa Ambloy" aus Schweden, fest.
"Bei uns denkt keiner an den Rekord. Wir wollen dieses Rennen gewinnen", nahm "illbruck"-Skipper John Kostecki aus den USA den Neidern den Wind aus den Segeln. Den Regeln zufolge muss die Leistung noch vom Weltsegler-Verband (ISAF) in Großbritannien als Rekord anerkannt werden.
