Österreich legt Bewerbung um Kurzbahn-EM zurück
- Verband kann Summe für Home Broadcaster nicht aufbringen

Der Verband Österreichischer Schwimmvereine (VÖS) hat zwei Wochen vor der Vergabe die Bewerbung um die Kurzbahn-Europameisterschaften 2003 zurückgelegt. Laut VÖS-Aussendung vom Dienstag sind die im Falle des Zuschlages notwendigen Kosten für den Home Broadcaster (ORF) in Höhe von 300.000 bis 400.000 Euro unaufbringbar.
"Wir haben ein Jahresbudget von 500.000 Euro, diese Summe ist unaufbringbar. Daher mussten wir die Bewerbung zurückziehen," nannte VÖS-Präsident Otmar Brix in der Aussendung den Hauptgrund für den Verzicht. Für andere Sportarten wie z.B. Fußball, wo Österreich an 60. Stelle liege, würden Unsummen an Geld für Übertragungsrechte gezahlt. Für Schwimmen, wo in den vergangenen Jahren viele Erfolge erzielt worden seien, müsse hingegen der Verband zahlen, so Brix.
Laut VÖS-Generalsekretär Thomas Gangel hat der Schwimmverband daher den Europäischen Verband vom Verzicht auf die Bewerbung bereits informiert, der Schauplatz wäre Wien gewesen. Die Mitbewerber waren Dublin und Stockholm, die Vergabe erfolgt am 11. Mai.
