Triebwerksschaden verursachte Crash in Nigeria
- 150 Menschen wurden getötet
Bei dem Flugzeugabsturz in Nigeria sind bis zu 150 Menschen ums Leben gekommen. Dies bestätigten die Behörden des westafrikanischen Landes am Sonntag. Ursache des Unglücks am Samstag in der Stadt Kano sei mit großer Wahrscheinlichkeit ein Triebwerksschaden gewesen, sagte ein Sprecher der privaten Fluggesellschaft EAS.
Der Pilot der zweistrahligen Maschine vom Typ BAC 1-11-500 habe den Schaden nach Ausbruch eines Feuers gemeldet. Von den 76 Menschen an Bord hätten nur zwei überlebt.
Das Flugzeug war drei Minuten nach dem Start zu einem Inlandsflug im nordnigerianischen Kano auf ein dicht besiedeltes Wohngebiet gestürzt. In den Trümmern der Häuser kamen zahlreiche Menschen ums Leben. Unter den Opfern ist nach Medienberichten auch der nigerianische Sportminister Isaya Mark Aku. Er sei auf dem Weg zu einem Fußballspiel in Lagos gewesen.
Die Maschine war in der Stadt Jos gestartet und in Kano zwischengelandet, um dort weitere Passagiere aufzunehmen. Augenzeugen berichteten von Feuer an Bord. Der Pilot meldete nach Angaben von EAS-Sprecher Idris Adama mechanische Probleme.
An der Unglücksstelle im Stadtteil Gwammaja fanden sich am Sonntagmorgen mehrere Tausend Menschen ein, um ihre Anteilnahme zu zeigen oder zu helfen. 114 Tote seien bereits geborgen und in ein Krankenhaus gebracht worden, berichteten lokale Medien.
Die Retter kämpften weiterhin gegen die Flammen in dem Wohngebiet, das etwa einen Kilometer vom Mallam Aminu Flughafen von Kano entfernt liegt. Anwohner versuchten, das Feuer mit Eimern voller Wasser zu löschen, da es der Feuerwehr an nötigem Gerät mangelte. Mindestens zehn Gebäude wurden zerstört. Wegen eines Stromausfalls war die Suche nach weiteren Opfern in der Nacht unterbrochen worden, bei Morgengrauen wurde weiter gesucht.
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