Kinder und Jugendliche bei UNO-Gipfel im Mittelpunkt
- Sozialminister Haupt vertritt Österreich
- Über 70 Staats- und Regierungschefs kommen

Startschuss für den UN-"Welt-Kindergipfel": Schon heute, Sonntag, beginnen zahlreiche Veranstaltungen im Umfeld der offiziellen UNO-Debatte, bei denen auch Kinder und Jugendliche selber zu Wort kommen werden. Der "Welt-Kindergipfel" findet vom 8. bis 10. Mai am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York statt. Im Zentrum steht die Verbesserung der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen. Die UNO-Generalversammlung hält eine Sondersitzung ab, zu der mehr als 70 Staats- und Regierungschefs ihr Kommen zugesagt haben.
Sozialminister Herbert Haupt (F) wird die österreichische Delegation bei der Sondersitzung der UNO-Generalversammlung leiten. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) kommt aus Termingründen nicht nach New York. Der UNO-Kindergipfel war ursprünglich für 19. bis 21. September 2001 geplant, das Treffen war aber wegen der Terroranschläge vom 11. September in New York und Washington verschoben worden. Schüssel hatte damals eine Teilnahme am Gipfel beabsichtigt.
Die Kinder-Debatte ist eine Folgeveranstaltung des Welt-Kindergipfels im Jahr 1990 in New York, bei dem eine Erklärung zum Schutz und für die Entwicklung von Kindern unterzeichnet worden war. In einem Aktionsplan wurden konkrete Ziele festgehalten, wie etwa die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern durch bessere Gesundheitsversorgung und Ausbildung von Frauen sowie Erziehung und mehr Schutz für gefährdete Kinder und Jugendliche. Bisher haben 158 Länder ihren nationalen Bericht zur Umsetzung des Aktionsplans bei der UNO vorgelegt, darunter auch Österreich.
Wie weit die gesteckten Ziele erreicht wurden soll bei der UNO-Debatte in New York nun evaluiert werden. Weiters werden neue Vorgaben angepeilt, um bessere Erziehung, angemessene Versorgung und mehr Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche zu erreichen. Ein vielfältiges Programm an verschiedenen Veranstaltungsorten in New York begleitet die offizielle Debatte am UNO-Hauptsitz. Diskussionen und Workshops beschäftigen sich mit Problemen wie Kinderarbeit, Aids, Gewaltprävention und speziellen regionalen Initiativen und Modellprojekten. Bei einem dreitägigen Kinderforum, das am Sonntag beginnt, werden 300 Jugendliche unter 18 Jahren den Entwurf zum Schlussdokument studieren und ihre Teilnahme an der offiziellen Session vorbereiten.
An der Veranstaltung nehmen neben Politikern und Vertretern von UNICEF, ILO und anderen UNO-Organisationen auch rund 1.400 Vertreter von rund 800 nichtstaatlichen Organisationen (NGO) teil. Weiters haben Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie der südafrikanische Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela und Bill Gates jr. ihr Kommen zugesagt. Auch zahlreiche Kinder und Jugendliche werden zu den Veranstaltungen erwartet.
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