Donnerstag, 2. Mai 2002

Gehrer sichert Gewerkschaft "keine Kündigungen" zu

Bei einer Gesprächsrunde zwischen Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) und der Hochschullehrer-Gewerkschaft unter Führung des Chefs der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Fritz Neugebauer, zur geplanten Universitätsreform am Donnerstag Abend hat Gehrer klargestellt, dass "die im Dienst stehenden Kolleginnen und Kollegen nicht gekündigt werden". Sie reagierte damit auf eine der vier Hauptforderungen der Personalvertreter, die u.a. den Erhalt der Arbeitsplätze für alle Bediensteten der Unis fordern.

Neben diesem Punkt verlangt die Gewerkschaft "echte Autonomie" im Sinne von Selbstbestimmung, demokratische Mitbestimmung bei der Gestaltung der Unis sowie einen klaren Finanzierungsplan mit verbindlichen Zusagen des Finanzministers. Wie die Vorsitzende der Hochschullehrer-Gewerkschaft, Andrea Kdolsky, gegenüber der APA erklärte, habe Gehrer bei dem Gespräch "Bereitschaft für Veränderungen" gezeigt, man habe allerdings noch nichts Schriftliches.

Hinsichtlich Autonomie und demokratische Mitbestimmung wurde der Gewerkschaft seitens Gehrers schriftliche Abänderungen des bisher vorliegenden Entwurfs für ein neues Universitätsgesetz bis zum 8. Mai zugesagt. Im Büro Gehrers betonte man, dass es kommende Woche auch Gespräche auf Expertenebene zwischen dem Bildungsministerium und der GÖD geben werde.

Im Zusammenhang mit der Forderung der Personalvertretung nach einem klaren Finanzierungsplan für die Reform soll es direkte Gespräche zwischen Neugebauer und Finanzminister Karl Heinz Grasser (F) geben.

2.5.2002 22:50