Donnerstag, 2. Mai 2002

SP-Prock in NEWS: "Kritik an Gusenbauer unnötig"

  • Scheidender Tiroler SP-Chef kritisiert Parteifreunde massiv

Kritik äußert der am Samstag am SPÖ-Landesparteitag von der Parteispitze scheidende Tiroler Herbert Prock an der jüngsten Führungsdiskussion in seiner Partei. Im Interview für das neue NEWS sagt er: "Die Debatte um den Teamwahlkampf ist an Unnötigkeit nicht überbietbar."

"Wenn ich von Teamwahlkampf rede, muss ich ihn nur machen. Da geht;s genau um die Landesvorsitzenden. Jetzt ist es statt dem Team die Eiskunftlaufmentalität: Einer dreht drinnen seine Pirouetten, und die anderen sitzen draußen in der Pelzjacke, vielleicht ein bissel übergewichtig, und schauen zu, ob es ihn aufhaut. So geht das nicht. Diese Kritik richtet sich selbst." Und über die Tiroler SPÖ: "Die Funktionäre sind mit Polit-Spielchen beschäftigt."

Der einstige Quereinsteiger und Viktor Klima-Freund gehe, weil ihm für die Zukunft die Motivation fehle: "Ich hatte zuletzt das Gefühl: Ich war nicht mehr der Alte. Hätte ich das überspielt, hätte ich ein Magengeschwür gekriegt." Aber er wolle nicht einen Tag seiner 15 in der Politiuk verbrachten Jahre missen. Nun wechselt er ins Kulturmanagement, doch hat er noch keinen Vertrag unterschrieben.

Über die künftigen Wahlchancen der SPÖ sagt Prock: "Angesichts der Schwäche der Regierung sind jetzt wieder mehr als 40 Prozent für die SPÖ drin."

Das komplette Interview finden Sie im neuen NEWS!

2.5.2002 08:08