Vorarlberger Lehrer-Warnstreik in Dornbirn
- Laut Gendarmerie rund 1.000 Teilnehmer
- Ministerin Gehrer hält den Streik für "entbehrlich"

Mit einem Protestmarsch vom Bahnhof und einer Kundgebung auf dem Marktplatz von Dornbirn hat am Donnerstag der von der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft (UBG) ausgerufene Warnstreik eines Teiles der Vorarlberger Lehrer begonnen. Die Gendarmerie begleitete die Veranstaltung, es gab keine Zwischenfälle, die Zahl der Teilnehmer wurde von der Exekutive mit rund 1.000 angegeben.
Auf Transparenten der streikenden Lehrer sowie in kämpferischen Stellungnahmen von UBG-Vorsitzender Elisabeth Lechner sowie ihrer Stellvertreter Ekkehard Muther und Manfred Sparr wurden die Kritikpunkte und Forderungen der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft (Homepage: http://www.bildungsgewerkschaft.at) formuliert. Als Folge des Streiks blieben am Donnerstag mehr als 50 von insgesamt über 250 Pflichtschulen im Ländle geschlossen.
Keine Unterstützung findet der Streik von der Pflichtschullehrergewerkschaft (GÖD), den Elternvereinen an den Pflichtschulen oder den Sozialdemokratischen Lehrervertretern. Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) hält den Streik für "entbehrlich", Vorarlbergs Schul-Landesrat Siegi Stemer (ÖVP) hält den Protest unter Hinweis auf das Dienstrecht für nicht zulässig.
Die vor einem Jahr in Vorarlberg gegründete UBG hat nach eigenen Angaben über 1.000 Mitglieder, den größten Teil davon in Vorarlberg. Zu den wichtigsten Streik-Forderungen gehören eine Gehaltserhöhung von jeweils zehn Prozent in den kommenden drei Jahren, die deutliche Steigerung des Lebenseinkommens für Lehrer, die Senkung der Klassenschüler-Höchstzahl auf 25 oder die Finanzierung von Supplierstunden, Kustodiaten und Korrekturen. Als ersten Erfolg des Streiks interpretiert die UBG die vor einer Woche erfolgte Zusage des Landes Vorarlberg, die vom Bund geplanten Kürzungen im Schulbereich abzufedern und dafür in den kommenden Jahren jeweils eine Million Euro aus Landesmitteln einzusetzen.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Kriminalität20:48
Acht Jahre lang Sklavin19-jährige Deutsche wurde jahrelang misshandelt. Mutmaßliche Täter verhaftet.
Raubvögel vergiftet11:09
Falken ausgerottetBregenz: Taubenzüchter vergiftet gesamte Population am Pfänderstock
