Mittwoch, 1. Mai 2002

Mißbrauchsopfer klagt erstmals österreichische Kirche

  • Wiener Anwalt strengt Musterprozess nach US-Vorbild

Die am Donnerstag erscheinende Ausgabe des Wochenmagazins NEWS berichtet von der ersten Klage gegen die Kirche in Österreich nach US-Vorbild: Der Wiener Anwalt Farid Rifaat wird in den kommenden Wochen im Namen österreichischer Opfer von sexuellen Übergriffen durch Geistliche Klage gegen die Kirche einbringen. Farid Rifaat will für die Opfer Schadenersatz durchsetzen.

"Durch den Kirchenbeitrag verpflichtet sich die Kirche als öffentlich-rechtliche Körperschaft zu Leistungen gegenüber dem Gläubigen. Um diese Leistungen zu erfüllen, bedient sie sich ihrer Erfüllungsgehilfen wie den Priestern. Wenn nun einer dieser "Mitarbeiter" ein schändliches Verhalten setzt, haftet dafür die Kirche. Und die hat genug Geld, um den Opfern zumindest finanziell eine Wiedergutmachung des erlittenen Schadens leisten zu können.

Vergleichbare Klagen hatten zuletzt in den USA für Aufregung und schließlich sogar zur Einmischung des Papstes geführt. Farid Rifaat geht davon aus, dass die Klage gewonnen wird. "Die Kirche muss sich endlich zu ihrer Verantwortung bewusst werden. Auch wenn das einiges kostet...

Mehr darüber lesen Sie in der neuen Ausgabe von NEWS.

1.5.2002 12:21