Freitag, 26. April 2002

US-Senat lehnt Pläne für Ölförderung in Alaska ab

  • Erfolg für Umweltschützer

Erfolg für Umweltschützer: Der demokratisch dominierte US-Senat hat den Plänen von US-Präsident George W. Bush für Ölbohrungen in Alaska eine Abfuhr erteilt.

Zwar votierte das Oberhaus am Donnerstag (Ortszeit) mit 88 gegen elf Stimmen für ein nationales Energieprogramm, mit dem die Abhängigkeit von Ölimporten aus dem Ausland verringert werden soll. Das Herzstück der Gesetzesvorlage von Bush und seinen Republikanern - die Ölförderung in Alaska - wurde aber gekippt.

US-Präsident George W. Bush hat sich für Ölbohrungen in einem Naturschutzgebiet in Alaska ausgesprochen, um die Abhängigkeit von importierten Öl zu reduzieren.

Die Demokraten waren gegen die Förderung in dem Naturschutzgebiet in Alaska. Damit werde "eines der unberührtesten Naturschutzgebiete der Welt" den Interessen einer Minderheit geopfert, wurde kritisiert.

Das Naturschutzgebiet wurde 1950 geschaffen und ist einer der ursprünglichsten Lebensräume von Wildtieren der Welt. Neben Karibus, Wölfen, Elchen und Eisbären beherbergt es mehr als 160 Vogelarten. Der Nationalpark ist insgesamt 7,7 Millionen Hektar groß.

Experten gehen davon aus, dass in Alaska eine Million Barrel pro Tag (bpd) gewonnen werden könnten. Die USA verbrauchen derzeit 19,5 Millionen bpd. 60 Prozent hiervon müssen importiert werden.

26.4.2002 08:00