Handel: "Geschäfte müssen bis 22:00 Uhr offen sein"
- Neue Initiative des Handels für längere Ladenöffnung
Der Österreichische Handelsverband, in dem alles vertreten ist, was in der Branche Rang und Namen hat, unternimmt einen neuen Vorstoß für längere Ladenöffnungszeiten. In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT formuliert der neue Präsident des Handelsverbandes, Ferdinand Brenninkmeijer, Chef der Textilkette C&A, die Forderung nach einer massiven Verlängerung der Öffnungszeiten.
"Wir wollen eine Ausdehnung des Wochenrahmens von Montag bis Freitag zwischen 6:00 und 22:00 Uhr, am Samstag bis 20:00 Uhr," so Brenninkmeijer. Danach sollen Geschäfte bis zu 92 Stunden pro Wochen offen halten dürfen. Bisher hat die Regierung nicht einmal die in Aussicht gestellte Verlängerung von 66 auf 72 Stunden umgesetzt.
Laut FORMAT unterstützen alle großen Handelsbosse - etwa Baumax- Chef Martin Essl, Humanic-Miteigentümer Stephan Mayer-Heinisch oder Ikea-General Per Wendschlag - die Forderung. Auch Palmers-Chef Rudolf Humer betont: "Für uns wäre Night-Shopping bis zehn Uhr nachts sehr interessant."
Brenninkmeijer kritisiert im FORMAT die lasche Haltung der Politik scharf: "Ein Jahr vor den Nationalratswahlen will niemand das heiße Eisen längerer Öffnungszeiten ansprechen. Wir verlangen von der Regierung, daß sie ihre Versprechen einhält." Demnächst sollen mit den Clubchefs aller Parteien Gesprächstermine vereinbart werden.
Wirtschaftsminister Martin Bartenstein zeigt Verständnis für die Händler und schiebt den Schwarzen Peter der FPÖ zu. Im FORMAT- Interview sagt er: "Ich begrüße die Initiative des Handelsverbandes. Daß wir beim Ladenschluß noch keinen Zentimeter weitergekommen sind, liegt am Koalitionspartner. Die FPÖ will sich einfach nicht mehr bewegen."
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