Donnerstag, 25. April 2002

Lufthansa sieht sich wieder im Aufwind

  • Verlust im Vorjahr bei 633 Mill. Euro

Die Deutsche Lufthansa sieht sich nach dem von den Terroranschlägen vom 11. September und den Streiks ihrer Piloten überschatteten vergangenen Jahr wieder im Aufwind. "Wir sind auf dem Weg nach oben", erklärte Lufthansa-Chef Jürgen Weber am Donnerstag bei der Vorlage der Bilanz 2001 in Frankfurt am Main.

Der Luftfahrtkonzern erwartet nach eigenen Angaben demnach im laufenden Geschäftsjahr ein deutlich besseres operatives Ergebnis als 2001. Eine exakte Prognose wollte die Lufthansa wegen der "weiterhin noch unsicheren konjunkturellen und weltpolitischen Situation" aber nicht abgeben.

Im vergangenen Jahr war die Kranich-Linie in die roten Zahlen geflogen. Der Konzern erlitt nach eigenen Angaben einen Verlust von 633 Mill. Euro. Im Jahr 2000 war noch ein Gewinn von 689 Mill. Euro erzielt worden. Die Lufthansa-Aktionäre sollen deshalb in diesem Jahr auf eine Dividende verzichten. Im operativen Geschäft erzielte das Unternehmen ein Plus von 28 Mill. Euro. Weber nannte dies angesichts "rezessiver Tendenzen und Terrorfolgen" ein "respektables Ergebnis". Der Luftverkehr sei im Jahr 2001 auf "eine nie zuvor gekannte Probe" gestellt worden.

Der Lufthansa-Chef wandte sich vor diesem Hintergrund entschieden gegen staatliche Beihilfen. Diese zögerten eine Marktbereinigung heraus, die früher oder später "unumgänglich" werde, betonte Weber.

25.4.2002 09:27