IKEA-Restaurants Umsatzkaiser im Möbelkonzern
- Hungrige Möbelkäufer konsumierten 2001 um 16,6 Mio. Euro
- Österreicher verspeisen 732.000 Paar Frankfurter pro jahr

Österreichische Ikea-Kunden kaufen bei der schwedischen Möbelhandelskette nicht nur Regale, Betten, Vasen und Teller, sondern auch Lachs, Kuchen und Cola. Das Geschäft des Gastronomiebereichs in den österreichischen Ikea-Märkten läuft nach Konzernangaben besser als in allen anderen Ländern, in denen der Möbelhandelsriese tätig ist.
72 Prozent der Ikea-Einrichtungshauskunden in Österreich besuchten während ihres Einkaufs - meist um den schnellen Hunger und Durst zu stillen - auch die Restaurants. Insgesamt wurden im Vorjahr rund 2,9 Millionen zahlende Gastro-Kunden gezählt. Im Geschäftsjahr 2000/01 (per Ende August) steigerten die Ikea Restaurantbetriebe in Österreich mit 188 Mitarbeitern den Umsatz um 13,3 Prozent auf 16,62 Mill. Euro. Mit einem Anteil von 5,4 Prozent am nationalen Gesamtumsatz werde in keinem anderen Land bei Ikea lieber (und mehr) gegessen wird als in Österreich, hat Ikea berechnet.
Neben einem "guten Preis-Leistungsverhältnis" macht Ikea-Restaurantchef Bernhard Haim vor allem die "attraktiven Angebote, schnellen Service sowie den speziellen Fokus auf Familien und Kinder" für das kontinuierliche Wachstum verantwortlich."
Im Durchschnitt kommen Ikea-Kunden fast sieben Mal pro Jahr ins Restaurant. 50 Prozent der Restaurant-Besucher seien gleichzeitig Ikea-Family Mitglieder, berichtet Ikea Österreich-Chef Urs Meier. Die Gäste bleiben im Schnitt etwa 18 Minuten und bezahlen pro Kassenbon 5,71 Euro für Speisen und Getränke.
Neben schwedischen Spezialitäten wie eingelegten Heringen, Lachs mit Senfsauce, Prinzess- und Mandeltorte oder schwedischem Bier werden auch regionale Speisen angeboten. Bestseller seien mit jährlich 3.645.000 verkauften Stück die Fleischbällchen "Köttbullar", gefolgt von 71.500 Portionen Lachsfilet, 372.000 Portionen des "Kataloggerichtes" sowie 59.000 kg Salat und 34.000 kg vom Fischbuffet. Für die 586.000 kleinen Ikea-Besucher wird nach Ikea-Angaben das Kindergericht um nur einen Euro bevorzugt.
Nach dem Einkauf - also hinter den Kassen - stärken sich die Besucher im Bistro vor allem mit Frankfurter Würstchen, von denen 732.000 Paar pro Jahr verspeist werden. An US-Gepflogenheiten lehnt sich Ikea weltweit ab Herbst: Ab September 2002 soll es im Bistro-Bereich das "Free Refill"-Konzept geben: Wer sein Getränk (Softdrinks und Kaffee) einmal bezahlt und ausgetrunken hat, bekommt die Folgefüllungen gratis.

